Der Bericht des Bürgermeisters auf der Gemeindevertretersitzung am 9.1.2003 umfasste folgende Punkte:

Herr Crobock (?), der vor und während der Festwoche im Mai gefilmt hat bzw. filmen ließ und dafür auch eine Vergütung aus dem Etat der 675-Jahr-Feier erhalten hat, ist jetzt vom Amt ganz formell aufgefordert worden, die Videos herauszurücken. Da wiederholte Aufforderungen seitens des Festkomitees ergebnislos blieben, werden wir jetzt das Videomaterial von Amts wegen und notfalls auch gerichtlich einfordern.
Nicht nur, weil die Dreharbeiten seinerzeit bezahlt wurden, sondern auch, weil insbesondere von den Rentnern wiederholt nach den Aufnahmen gefragt wird. Schließlich ist ja im Vorfeld des Festes eigens für Dreharbeiten eine Rentnerveranstaltung organisiert worden und die lieben Leute wollen jetzt natürlich sehen, was daraus geworden ist.

Der Gehweg entlang der Dorfstraße vom Reiterhof bis zur Robert-Stock-Straße steht auf der Prioritätenliste des Kreises. Etwa 37.000 der insgesamt veranschlagten knapp 59.000 Euro sollen als Fördermittel fließen. Nun hofft man, dass dieses Projekt nicht dem neu angespitzten Rotstift zum Opfer fällt.

Ab 10.1. fahren täglich drei Busse nach Ahrensfelde: 8.50 Uhr, 12.50 Uhr und 14.57 Uhr (Schulbus) und vier in umgekehrter Richtung. Nicht ganz klar ist jedoch, ob und wann die Schulbusse neben Schülern auch andere Fahrgäste mitnehmen. Der Bürgermeister will sich kundig machen und bei der nächsten Sitzung Auskunft geben. Angaben ohne Gewähr!

Bezüglich der Sanierung des Bolzplatzes ist am 10.7.2002 eine Teilleistung abgenommen worden und am 23.10.2002 eine Nachabnahme mit der Auflage erfolgt, Fehlstellen im Rasen aufzufüllen. Herr Rahlf hat zugesichert, dies umgehend durchzuführen, sobald die Witterung es zulässt - wir werden das im Auge behalten!

Auf eine Anfrage bezüglich der größer und häufiger werdenden Dreckhaufen im Ort ist mitgeteilt worden, daß

  • das aus dem Gutshaus-Keller stammende Gerümpel inzwischen verschwunden ist
  • die an der Mühle lagernden Motoren und Metallteile umgehend von Herrn Rahlf entsorgt werden
  • der Umzugsmüll am Wohnhaus an der Mühle längst verschwunden wäre, wenn die Mieter einfach eine Sperrmüllkarte an die Fa. Rethmann geschickt hätten (Das haben die nun aber nicht gemacht, wer kümmert sich jetzt darum ?)
  • die Fläche im Dreieck Dorfstraße / Robert-Stock-Straße / Laake, die u.a. von einem verlotterten Pumpenhaus geziert wird, einer Bank (dem Vernehmen nach der Berliner Bank) gehört, die aber nach eigenem Bekunden nur Sachwalter und nicht Eigentümer des Geländes ist und sich deshalb nicht für den Zustand zuständig fühlt.

Wie bereits ausgeführt, hat der Helldorffsche Anwalt mitgeteilt, dass eine bindende Zusage (bzgl. der Erschließung des KIM-Geländes) nur unter Vorbehalt der Bankfinanzierung gemacht werden kann - nun liegt der Schwarze Peter also bei der Bank ...
Sowohl der Bürgermeister, als auch die anwesenden Gemeindevertreter (eine Fraktion fehlte wie üblich ...) haben deutlich gemacht, dass man sich bei der Sitzung am 6. Februar nicht noch einmal hinhalten lassen will, auch nicht, wenn es "nur" noch an der Bankfinanzierung hängt. Na, schau'n wir mal, ob die Herren und Damen wirklich hart bleiben ...
Die Zeit drängt: schon bald stehen wieder die Kröten am Rand des Walzenweges (das ist die derzeitige Umfahrung des ehemaligen KIM-Geländes) und wollen 'rüber getragen werden, wofür die Gemeinde dann wieder tief in den Geldbeutel greifen muss.

Bei der Mühle, die uns der Denkmalschutz erhalten will, geht es nicht weiter. Es sind zwar nach Auskunft der Flurneuordnungsbehörde prinzipiell Fördermittel für die äußere Sanierung möglich, aber solange noch die Klage des Alteigentümers in Westdeutschland gegen den letzten Besitzer, den Milchhof Blumberg läuft, ist nichts mit Fördermitteln drin.
Und ohne Fördermittel und Rechtssicherheit sind auch der Gemeinde die Hände gebunden. Um den zwischenzeitlichen Verfall des Gebäudes zu verhindern, sind jetzt der Liquidator und der Milchhof aufgefordert worden, umgehend das Dach zu sanieren, das erhebliche Hagelschäden aufweist.

Vor einigen Wochen hat sich ja der mit der Dorferneuerungsplanung befasste Arbeitskreis unter Leitung der Firma Formazin (Ahrensfelde) mit einem Flugblatt an die Mehrower gewandt und darum gebeten, Anregungen für die Neugestaltung des Dorfes zu geben sowie Wünsche und Forderungen aufzulisten. Bisher sind erst drei Fragebögen zurück gegeben worden ... Traurig und peinlich zugleich. Ist das Interesse an der weiteren Entwicklung unseres Dorfes wirklich so gering ? Bleibt zu hoffen, dass wenigstens ein paar Bürger zu der vermutlich im Februar stattfindenden Informations- und Diskussionsveranstaltung des Arbeitskreises Dorferneuerung kommen werden.

Beim Ausbau des Hönower Weges, der als gut gelungen eingeschätzt wurde, sind noch ein paar Zusatzleistungen, vor allem im Kreuzungsbereich Altlandsberger Weg in Auftrag gegeben und realisiert worden. Daraus resultierte ein finanzieller Mehraufwand von 40.000 Euro, wovon jedoch 80% aus Fördermitteln beglichen werden, so dass die Gemeinde nur mit 8.000 Euro über Plan belastet wird.




Der wichtigste Punkt der Gemeindevertretersitzung am 13.2.2003 ging am schnellsten über die Bühne: Rechtsanwalt Eisenstein, Vertreter der Helldorff-Erben, hat ein von seiner Mandantschaft unterschriebenes Exemplar des Erschließungsvertrages für das ehemalige KIM-Gelände überreicht und damit den Weg dafür frei gemacht, daß es dort vorwärts geht und vorallem die Verbindungsstraße Mehrow-Trappenfelde alsbald freigegeben wird.

Wie schon wiederholt berichtet, hat die Gemeinde Mehrow und das zuständige Amt Ahrensfelde/Blumberg ihre Zustimmung zum Bebauungsplan für des KIM-Geländes davon abhängig gemacht, daß verbindliche und durch Bankbürgschaften abgesicherte Zusagen zum Ausbau der Trappenfelder Straße gemacht werden. Nun ist es wie gesagt so weit: Der Vertrag enthält (hoffentlich) die geforderten Zusagen und die Bankbürgschaften sollen angeblich bereits vorliegen. Das wird jetzt geprüft und auf der Gemeindevertretersitzung am 6. März wird dann wohl die Gemeindevertretung ihren wiederholt verschobenen Beschluß zur Aufhebung des Bebauungsplanes zurückziehen und damit "grünes Licht" für die Bebauung und die damit einher gehende Erschließung des Gebietes geben.

Mit diesem Ausgang hat nach den wiederholt verstrichenen Ultimaten schon kaum noch einer gerechnet und ich selbst hab' auf einen gegenteiligen Ausgang gewettet und 'nen Kasten Bier verloren. Aber das nimmt man gern in Kauf, wenn nun endlich der Weg nach Trappenfelde freigemacht und (allerdings erst binnen der nächsten 3+1 Jahre) hergerichtet wird. Schlagloch- und Krötenslalom auf dem Walzenweg werden in absehbarer Zeit ein Ende haben. Der Grafschaft sei Dank gesagt!

Aber auch und vorallem den verbliebenen Gemeindevertretern und dem Amt sei gedankt, daß sie hartnäckig auf den nun vorliegenden Vertrag gepocht und damit (hoffentlich) unüberschaubare Erschließungsrisiken für die Gemeinde abgewendet haben.

Anerkennung gab es auch aus einer völlig unerwarteten Ecke:
Einer der seit eineinhalb Jahren den Sitzungen fernbleibenden Gemeindevertreter hat sich entschuldigt, daß er an dieser "wie immer inhaltsreichen Gemeindevertretersitzung" nicht teilnehmen kann. Schade.

Der Bürgermeister informierte anschließend über folgende Themen:

Die Trappenfelder Straße wird wegen Abriß der Autobahnunterführung vom 25.3.-5.4.2002 für den Durchgangsverkehr gesperrt. Im Zuge der Verbreiterung der A10 (Berliner Ring) ist ja in unserem Bereich die zusätzliche, westliche, Fahrbahn fertig gestellt und überquert auf einer neuen Brücke die Trappenfelder Straße. Jetzt wird die alte Brücke abgerissen und im Zuge der Erneuerung der östlichen Fahrbahn in den nächsten Monaten neu gebaut.

Der Bus 893 verkehrt jetzt von Montags bis Freitag vormittags dreimal nach Mehrow, womit vorallem für die älteren Bürger eine hinreichende Möglichkeit gegeben ist, Einkäufe und Erledigungen in Ahrensfelde durchzuführen.

Die Gaststätte wird evtl. bereits am 1. Mai diesen Jahres unter einem neuen Inhaber öffnen. Ein neuer Trappenfelder Einwohner, der bereits in Köpenick eine Gaststätte besitzt, hat sehr ernsthaftes Interesse an unserer Gaststätte gezeigt, was angeblich auf die Berichterstattung unter www.mehrow.de zurückzuführen ist. Er hat wohl durchaus Interesse, das Objekt zu kaufen, wird aber ersteinmal als Gaststättenpächter fungieren. In dieser Woche findet ein Lokaltermin mit der Hygienekommission statt - wenn die sich auf erfüllbare Forderungen beschränkt, wird die Gemeinde das Objekt kurzfristig in einen vermietbaren Zustand versetzen und die uns Mehrowern auferlegte Abstinenz wird dann bald ein Ende haben. Der neue Wirt wird ja hoffentlich seine Gäste nicht ebenso verdursten lassen, wie sein Vorgänger.

Zur Gemeindevertretersitzung im März wird der Leiter unserer Freiwilligen Feuerwehr, André Reinkober, einen Bericht abgeben und der neue, auch für Mehrow zuständige Kriminal-Kommissar, Karsten Lembke, wird sich vorstellen.

Der wiederholt in der Bürgerfragestunde angesprochene Dreckhaufen am Wohnhaus neben der Mühle, den dort ausgezogene Mieter zurück gelassen haben, wird am 19. Februar abgeholt - Zeit wird's!

Am Mittwoch, den 19. Februar findet auch das Bürgerforum statt, auf dem die beauftragte Projektantin, Frau Formazin, ihre gemeinsam mit der Arbeitsgruppe "Dorferneuerung" entwickelten Pläne für die Umgestaltung und Entwicklung des Dorfes vorstellen wird. Dazu sind alle Mehrower sehr herzlich um 19.00 Uhr in den Gemeindesaal eingeladen. Da eine entsprechende Einladung im Amtsblatt sicher von vielen überlesen wurde, soll noch einmel ein Hinweis in der Tagespresse (MOZ) platziert werden.
Während der kalten Tage sind vom vereisten Dorfteich aus die Bäume am Teich verschnitten worden. Das dabei angefallene Holz ist angeblich vollständig vom Eis entfern worden. Bei den im Eis festgefrorenen Ästen handelt es sich vermutlich um solche, die bereits vorher abgebrochen und in den Teich gefallen sind.

Am 11. Februar fand bein Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE), dem wir angehören, eine Tagung zur dezentralen Schmutzwasserentsorgung statt. Dort wurde u.a. mitgeteilt, daß der von 5,80 € auf 4,06 € je Kubikmeter reduzierte Abwasserpreis spätestens zum Jahresende auch für jene Anlieger gelte soll, die nicht ans Abwassernetz angeschlossen sind, sondern bei denen per Tankwagen entsorgt wird. (Angaben ohne Gewähr!).

Die Freiwillige Feuerwehr hat die Gemeinde um Zuschüsse gebeten, um
a) 15 Kameraden der Jugendfeuerwehr in's Jugendlager zu schicken (600,- €) und
b) für den in Mehrow auszurichtenden Amtsfeuerwehrtag am 24. Mai ein Festzelt zu mieten und aufzustellen (1000,- €), um wetterunabhängig zu sein.
Die anwesenden Gemeindevertreter haben der Bereitstellung entsprechender Mittel zugestimmt.




Herausragende, weil vom üblichen Ablauf abweichende Tagesordnungspunkte der Gemeindevertretersitzung an 6. März 2003 waren die Vorstellung des neuen Revierpolizisten, Herrn Lemke, und der Bericht des Leiters unserer Freiwilligen Feuerwehr, André Reinkober,

Herr Lemke, der zuvor Revierpolizist in Oranienburg war, ist seit dem 1. Januar diesen Jahres für unseren Bereich zuständig. Er ist jeden Dienstag im Amtszimmer in Ahrensfelde (im Hofgebäude des Amtes) erreichbar, ansonsten telefonisch über die Polizeiwache Bernau. Er versteht sich als "Polizist zu Anfassen" und bemüht sich nach eigenem Bekunden um einen engen Kontakt zu den Menschen im Amtsbereich. Er gab der Gemeindevertretung folgenden Bericht über die Kriminalitätsentwicklung im Amtsbereich:

  • Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Amtsbereich ist 2002 gegenüber dem Vorjahr von 772 auf 680 gesunken. Der Trend entspricht der Entwicklung im gesamten Kreisgebiet, wo die Anzahl Verkehrsunfälle um 10% auf 6354 gesunken ist.
    Allerdings ist die Anzahl der Verkehrstoten im Kreisgebiet von 15 im Jahre 2001 auf 27 im letzten Jahr gestiegen.

  • Mehrow ist nicht als Unfallschwerpunkt anzusehen. Hier gab es im letzten Jahr 15 Verkehrsunfälle, wobei zum Glück nur 3 mit Verletzten endeten.

  • Die Anzahl der Straftaten im Amtsbereich ist von 2001 zu 2002 von 846 auf 1042 gestiegen, wobei alle Arten von Straftaten einen Zuwachs hatten. In Mehrow gab es im letzten Jahr 35 Straftaten, von denen 9 aufgeklärt werden konnten, 2001 waren es 19 Straftaten, von denen 6 aufgeklärt wurden. Als Trost bei dieser negativen Entwicklung mag gelten, dass bei keiner der (aufgeklärten) Straftaten Jugendliche beteiligt waren und kein Rauschgiftdelikt zu verzeichnen war. 24, also 2/3 der Straftaten in Mehrow waren Diebstahlsdelikte.

André Reinkober, der Leiter der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr, dankte einleitend der Gemeindevertretung, für die Traditionsfahne, welche die Wehr anlässlich der 675-Jahr-Feier im Mai 2002 überreicht bekommen hat und für die damit entgegengebrachte Anerkennung ihrer Tätigkeit im Ort. Er schätzt ein, dass sich das Ansehen der Freiwilligen Feuerwehr im Dorf gebessert hat, nicht zuletzt durch Hilfeleistungen im privaten Bereich und Aktionen wie das Aufstellen eines (leider im Vorjahr ungenutzten) Storchennestes am Blumberger Weg.
  • Derzeit hat die Freiwillige Feuerwehr Mehrow 31 aktive Mitglieder. Die Qualität der Ausbildung ist deutlich besser geworden - 12 Kameraden haben sogar an mehreren Wochenenden an einer Ausbildung auf Kreisebene teilgenommen.

  • Im vergangenen Jahr hatte die Freiwillige Feuerwehr Mehrow 22 Einsätze, wovon 7 technische Hilfe waren, 2 bei Verkehrsunfällen erfolgten und 13 Einsätze Brände betrafen. Letztere beschränkten sich zum Glück auf abgestellte Fahrzeuge und Brände auf den Feldern.

  • Die Kameraden haben im letzten Jahr zudem die Fahrzeuge und Gebäude der Wehr instand gesetzt sowie Halle und Schulungsraum renoviert und in der Fahrzeughalle eine Lüftung installiert. Den Zustand der Technik schätzt André Reinkober als gut ein.

  • In diesem Jahr will man sich auf die Ausbildung zur Höhenrettung konzentrieren. Ein sogenannter Höhenrettungssatz wurde im Vorjahr angeschafft und soll in diesem Jahr erweitert werden. [Anm.: Wolkenkratzer zum "in die Höhe gehen" haben wir zwar nicht im Amtsgebiet, aber was zur Höhenrettung taugt, ist auch geeignet, Verunglückte aus Gruben, Schächten usw. zu bergen, wofür hier schon Bedarf zu erkennen ist.]

  • Die Jugendfeuerwehr umfasst derzeit 11 Kameraden. Der bisherige Judendwart, Michael Großer, musste aus Zeitgründen sein Amt niederlegen. Sein Stellvertreter, Frank Noack, hat diese Funktion übernommen.
    Zwei 16jährige Kameraden haben die Leistungsspange abgelegt. Beim Wettstreit der Jugendwehren im Amt konnte der Pokal leider nicht zum dritten Mal hintereinander gewonnen werden, sonst wäre er dauerhaft bei uns geblieben.

Im vorangegangenen Teil "Informationen des Bürgermeisters" berichtete Arno Lüdke:
  • Seitens eines neu nach Mehrow gezogenen Gaststättenbesitzers besteht nach wie vor ernsthaftes Interesse an der Übernahme und baldigen Wiedereröffnung der Mehrower Gaststätte, evtl. sogar am Kauf des ganzen Gutshauses. Auf die Gemeinde kommen aber zunächst mal Kosten in Höhe von ca. 30.000 Euro zu, um die Gaststätte in einen vermietbaren Zustand zu versetzen - das geht nach Auskunft des Amtes nicht ohne eine Ausschreibung, was die ganze Sache hoffentlich nicht verzögern wird.

  • Bezüglich der Mehrower Mühle [für Ortsfremde: Nichts mit drehenden Flügeln oder einem harmonisch klappernden Wasserrad, sondern ein riesiger, hässlicher Klotz am Ortseingang], welche der Denkmalsschutz uns als Baudenkmal zugedacht hat, liegt ein Rückübertragungsantrag der ehemaligen Eigentümer beim Gericht in Frankfurt/Oder.
    In diesem Jahr will man [schon !] darüber entscheiden. Bis dahin dreht sich nichts hinsichtlich Fördermitteln. [Anm.: Wenn wir den Koloss schon als Denkmal aufgehalst bekommen, wollen wir den wenigstens nicht verfallen lassen, sondern irgendwie sinnvoll nutzen, wozu es schon ein paar Ideen gibt, die aber alle Geld kosten ...]

  • Es hat ein Treffen mit den Bungalowbesitzern in der Kleingartenanlage hinter der Schnitterkaserne stattgefunden. Manche haben ihre Bereitschaft erklärt, ihre Parzelle zu kaufen, andere würden die anstehenden Vermessungskosten übernehmen, wenn sie dafür einen langfristigen Pachtvertrag mit Kaufoption erhalten, aber viele sind noch völlig unentschlossen. Bis zum 18.3.2003 sollen sich die Pächter nun schriftlich zum Verkaufsangebot der Gemeinde äußern.

In der Bürgersprechstunde gab es Kritik am Winterdienst, der am vorangegangenen Montag (3. März) erst um 9.15 Uhr im Wohngebiet Blumberger Weg erschien, obwohl die Straßen so vereist waren, daß viele mit ihren Autos nicht einmal vom Grundstück kamen. Der in der Gemeindevertretung sitzende Chef des Winterdienst-Unternehmens beteuerte, daß der Wetterdienst keine Blitzeis-Warnung herausgegeben hatte [was durchaus sein kann, weil Herr Kachelmann ja jetzt fast täglich in Talkshows statt vor'm Radarschirm sitzt], aber richtiges "Blitz"-Eis war es ja auch nicht, da es schon am Vorabend einsetzte ...



Die Gemeindevertretersitzung vom 3. April 2003 ging erfreulich schnell und schmerzlos über die Runden. Und da sich der nicht öffentliche Teil auf die Bestätigung des Protokolls der vorangegangenen Sitzung beschränkte, unterblieb auch der ansonsten zur Halbzeit übliche Rausschmiss des Publikums, worunter sich übrigens sogar ein Ahrensfelder gemischt hatte - wenn man bei zwei Leuten von Mischen reden kann ...

Eigentlich wäre das Anlass für einen anschließenden Kneipenbesuch gewesen. Aber wo?

Diesbezüglich konnte Arno Lüdke unter "Informationen des Bürgermeisters" berichten, daß die Verhandlungen mit dem potentiellen Gaststättenpächter voranschreiten und sich sogar ein Verkauf des ganzen Gutshauses abzeichnet, zumal sich da noch andere Interessenten gemeldet haben.

Außerdem gab der Bürgermeister folgende Informationen preis:
  • Ab Mitte/Ende des Monats gibt es im Amtsgebiet eine neue Jugendpflegerin, Frau Yvonne Dankert: frisch von der Schule, aber engagiert und Erfolg versprechend. Der Jugend im Amtsgebiet wäre das zu wünschen! Von ihrem Vorgänger hat man, zumindest hier in Mehrow, in der Öffentlichkeit nicht viel wahrgenommen.

  • Die Mehrower Bürger sollen in einer ohnehin geplanten Beilage zum nächsten Amtsblatt aufgerufen werden, im Mai auf und vor ihren Grundstücken Ordnung zu schaffen [wobei hoffentlich nicht alle unter Kurzsichtigkeit leiden].
    Ein gemeinsamer Arbeitseinsatz ist nicht geplant. Die Firma Rahlf will jedoch am 10. Mai auf dem Mühlengelände einen Container aufstellen (und zur Vermeidung unzulässiger Benutzung bewachen!), in den Mehrower unentgeltlich Schrott ablegen können, allerdings keine Elektrogeräte oder nichtmetallischen Müll.

  • Die Untere Denkmalschutzbehörde, die ursprünglich fast den gesamten Bereich am südlichen Ende der Dorfstraße (die Landarbeiterhäuser Dorfstraße 19, 20, 22, 23) unter Schutz stellen wollte, hat nach Einspruch der Gemeinde ihr Ansinnen jetzt auf die Dorfstraße 20 (das langgestreckte Haus parallel zum Dorfteich) beschränkt.
    Na, damit kann man leben.

  • Die Auswertung der Stellungnahmen von Bungalowbesitzern zum Angebot der Gemeinde, die Parzellen hinter der "Schnitterkaserne" (Dorfstraße 19) zu verkaufen, ergab, daß fünf Pächter gern kaufen möchten, zehn an einem langfristigen Kaufvertrag interessiert sind und dafür auch die Kosten der geplanten Vermessung übernehmen würden, aber ein großer Teil völlig unentschlossen ist [und offenbar auch nicht sehr interessiert, sonst wäre schon mal jemand zu einer Gemeindevertretersitzung gekommen ...] Nun wird die Gemeinde wohl nur die Teilfläche an der Dorfstraße mit der Schnitterkaserne und den angrenzenden Gebäuden sowie den (zum Glück zusammen hängenden) Bereich der kaufwilligen Pächter vermessen lassen, wobei letztere ihren Anteil an der Vermessung selbst tragen müssen.

  • Die Kreisbehörden haben eine Aufstufung des Altlandsberger Weges [so er dann irgendwann mal nach der für November letzten Jahre versprochenen Fertigstellung der Autobahnbrücke wieder befahrbar ist] zur Kreisstraße erneut abgelehnt. Da ein nochmaliger Widerspruch wenig Erfolg versprechend ist, will und muss man sich jetzt damit abfinden.

In der Bürgerfragestunde kam die Frage auf, wer denn wann die im Zuge des Gehwegbaus am Dorfteich durch Material, Container und LKW's völlig ruinierten Rasenflächen wieder herstellt. Der Bürgermeister hat zugesichert, dass dies durch die mit dem Wegebau befassten ABM-Kräfte bis zum Ablauf des hiesigen Einsatzes (im Juni diesen Jahres ?) erfolgen wird. Na, schau'n wir mal ...




Die Gemeindevertretersitzung vom 8. Mai 2003 ging mal wieder schnell über die Runden.
Unter "Informationen des ehrenamtlichen Bürgermeisters" gab es folgende Neuigkeiten:
  • Die Verträge mit den Helldorf-Erben sind geprüft und unterschrieben, die Sicherungsnachweise der Helldorff-Erben sind erbracht. Nun muss "Eberswalde" noch seinen Senf dazu abgeben und dann muss die ganze Geschichte noch ein paar Wochen irgendwo in einem Aushang hängen, bis es durch die Sonne verblichen ist, und dann tritt Rechtskraft und die erwartete Öffnung der Trappenfelder Straße ein.
    (Der Bürgermeister hat's viel feiner ausgedrückt, dem Berichterstatter stocken aber bei dieser Angelegenheit die vornehmen Worte. Auf Radtouren durch das KIM-Gelände sollte man sich also dieses Jahr nicht mehr einrichten, aber vielleicht ist dann "schon" im Winter wenigstens eine Schlittenpartie möglich ...)

  • Für den dringen benötigten Fußweg von der Straße "Am Dorfteich" (Reiterhof Klopsteg) zur Robert-Stock--Straße (Zugang zum Friedhof) sind jetzt 37.100 € Fördermittel bewilligt worden - die Gesamtkosten belaufen sich auf 58.800 €.
    Die Bauarbeiten werden jetzt in den nächsten Wochen beginnen. Der Fußweg wird nördlich der Straße angelegt - nahe am Durchlass (kurz vor der Robert-Stock-Straße) werden die dortigen Anlieger ihren Zaun ein Stück zurücksetzen müssen - sie bekommen dafür an anderer Stelle ein paar Quadratmeterchen zu ihrem Grundstück dazugeschlagen. Auf diesem Straßen-Abschnitt wird auch beidseitig eine Bushaltestelle eingerichtet, um den Bewohnern "An der Lake" und auswärtigen Friedhofsbesuchern den Weg zu verkürzen.

  • Im Amtsblatt für den Monat Mai finden sich Einlageblätter mit Einladungen zum (zwischenzeitlich bereits stattgefundenen) Dorfputz am 10. Mai und zur Vorstellung der Dorferneuerungsplanung am 22. Mai um 19.00 Uhr im Gemeindesaal. (Siehe "Aktuelles" vom Mai 2003). Zu letztgenannter Veranstaltung sollen auch die Ahrensfelder Gemeindevertreter ausdrücklich eingeladen werden.

  • Am 24.5. findet vor und neben dem Gutshaus ein kleines Kinderfest statt, das von Frau Bormeister (Kirchengemeinde Ahrensfelde/Mehrow) und Mehrower Frauen organisiert wird - das offizielle diesjährige Dorffest soll im Herbst stattfinden. (Die Gemeindevertreter wissen hoffentlich, wer letzteres organisiert - sonst wäre es vielleicht besser gewesen, Frau Bormeisters Initiative zum Dorffest auszubauen ...)

In der Bürgerfragestunde wurde u.a. darauf hingewiesen, dass die Entwässerung der Dorfstraße vor der NCC-Baustelle (Dorfstraße 16) in einem schlechten Zustand ist und Gefahr droht, dass der Abfluss in den Dorfteich kurzfristig verstopft. Außerdem wurde angefragt, wohin denn NCC das überschüssige Oberflächenwasser des Neubaugebietes entwässert - der Bürgermeister will das klären. (Der wasserarme Dorfteich freut sich zwar über jeden Zufluss, aber der muss geordnete Bahnen nehmen und es muss sicher gestellt werden, dass keine Schadstoffe eingeleitet werden.)

Kritik gab es an der Ausführungsqualität der Gehwegarbeiten rings um den Dorfteich. Der Bürgermeister wird die Projektverantwortlichen und -betreuer über die Bedenken informieren und darauf drängen, dass die Arbeiten normgerecht ausgeführt werden und sich aus der Bauausführung keine unzulässigen Nutzungseinschränkungen ergeben. (Wir werden mit der Kamera unsere eigene Bauabnahme machen, wenn der Gehweg fertig gemeldet wird!).




Schwerpunkt der Gemeindevertretersitzung vom 5. Juni 2003 waren die "Informationen des ehrenamtlichen Bürgermeisters":
  • Beim Dorfputz im Mai sind viele Mehrower der Aufforderung gefolgt, in und vor ihren Gärten Ordnung zu schaffen. Darüber hinaus haben sich ca. 20 Mehrower, vor allem Neu-Mehrower, eingefunden, um rings um den Dorfteich Ordnung zu schaffen. Dank der durch die Firma Rahlf bereitgestellten Sperrmüll- und Schrottcontainer konnte der zusammengetragene Müll auch gleich entsorgt werden.

  • Der Amtsfeuerwehrtag war für Mehrow ein großer Erfolg. Wir konnten den Pokal zurück holen und in den Einzelwettbewerben haben Mehrower Feuerwehrleute vordere Plätze belegt. Die Cheerleader haben zudem bei dieser Gelegenheit bewiesen, dass sie nicht nur gut tanzen können.

  • Bezüglich des noch ausstehenden Videos zur 675-Jahr-Feier, für das seinerzeit eine Vorauszahlung an Herrn Crobock geleistet wurde, das aber bisher noch nicht geliefert wurde, ist vom Amt ein offizielles Schreiben an diesen gerichtet worden, das aber als nicht zustellbar zurückgekommen ist. Nun gibt es neue Hinweise auf seinen derzeitigen Aufenthaltsort und man will noch einmal einen Anlauf unternehmen.

  • Ein Vertreter der NCC hat dem Bürgermeister auf Anfrage mitgeteilt, dass lediglich die Dachentwässerung, aber kein Oberflächenwasser des Grundstücks Dorfstraße 16 in den Dorfteich geleitet wird. Aber auch für die Dachflächenentwässerung liegt (noch) keine Genehmigung vor ...

  • Der Wasserverband fühlt sich für die an verschiedenen Stellen aufgetretene Absenkung des Blumberger Weges zuständig und wird diese beheben.

  • Mit der Firma, welche die beim Gehwegbau entlang des Dorfteiches beschäftigen ABM-Kräfte betreut, fand ein Lokaltermin statt, da Zweifel an der Ausführungsqualität und der möglichen Belastbarkeit des Weges aufgekommen waren. Dabei wurde versichert, dass der Gehweg so ausgeführt wird, dass er der Belastung durch leichte Räumgeräte (Multicar) im Winter stand hält. An der Bushaltestelle stocken derzeit die Arbeiten, weil dort ein bestimmte, noch vom Straßenbauamt zu spezifizierende Bordsteinhöhe zu realisieren ist.

  • An der Autobahnbrücke im Verlauf des Altlandsberger Weges geht es voran. Dort wird zurzeit auf Mehrower Seite die Rampe angeschüttet. Es deutet alles darauf hin, daß die Freigabe wir vorgesehen im Juni/Juli diesen Jahres erfolgt.

  • Bei der Vorstellung der Dorferneuerungsplanung Ende Mai waren ca. 40...50 Mehrower anwesend. Der Bürgermeister lobte die Arbeit des Ingenieurbüros Formazin und dankte den Mitgliedern des Arbeitskreises "Dorferneuerung" für ihr Engagement in den zurückliegenden zwei Jahren. Alle Mitglieder haben viel Zeit geopfert, um über die Dorferneuerung zu diskutieren und ihre Ideen einzubringen.

  • Der potentielle neue Gaststättenpächter hat sich bereit erklärt, ggf. während des für den 27. September geplanten Dorffestes die Gaststättenräume zur Verfügung zu stellen und die Versorgung der Festtagsbesucher zu übernehmen. Ein Schwerpunkt des Dorffestes soll die Nachholung der im Vorjahr für den Sonntag der Festwoche geplanten, dann aber wegen schlechten Wetters ausgefallenen dörflichen Wettkämpfe sein.

  • Für die ehemaligen Gutsarbeiterhäuser Dorfstraße 19/22/23 gibt es jetzt ernsthafte Interessenten, eine entsprechende Ausschreibung läuft. Von einem Umzug des Bürgermeisterzimmers und der Bibliothek aus dem Gutshaus (Dorfstraße 9) in die ehemalige Schnitterkaserne (Dorfstraße 19) wird deshalb Abstand genommen.

  • Ab Mitte des Monats wird werktäglich 8 mal ein Bus in Richtung Ahrensfelde verkehren. Der Fahrplan findet sich bereits im aktuellen Amtsblatt.

In der Bürgerfragestunde ging es u.a. um Realisierungstermine für die geplanten Radwege. Bezüglich des Radweges von Mehrow nach Ahrensfelde gibt es nichts Neues. Er steht auf der Prioritätenliste des Landkreises und man hofft, daß er nicht den Sparzwängen zum Opfer fällt. Für den in Eigeninitiative der Gemeinde geplanten Radweg nach Eiche soll noch in diesem Jahr die Planung erfolgen und der Kostenvoranschlag erstellt werden. Gedacht ist an einen ca. 3 Meter breiten Radweg aus Recycling-Material, der außer von Fußgängern und Radfahrern nur vom Landwirtschaftsverkehr genutzt werden darf. Man hofft, die Arbeiten im nächsten Jahr mit ABM-Kräften ausführen zu können und nur die Materialkosten tragen zu müssen.

Zur Durchfahrt durch das ehem. KIM-Gelände wurde mitgeteilt, daß die im weiteren Verlauf der Sitzung anstehende Änderung des Bebauungsplanes in Eberswalde kurzfristig in den Vertrag eingearbeitet werden soll und eine umgehende Genehmigung der Behörde zu erwarten ist. Dann könnte die Veröffentlichung des Bebauungsplanes im nächsten Amtsblatt erfolgen und aller Voraussicht nach vier Wochen später die Freigabe der Straße für den Verkehr von Mehrow nach Trappenfelde erfolgen.

Frau Unnewehr vom Amt Ahrensfelde/Blumberg hat auf eine Anfrage von Herrn Dr. Jakobs bezüglich der Realisierbarkeit des Haushaltsplanes mitgeteilt, daß in diesem Jahr die Schlüsselzuweisungen des Landes deutlich geringer sein werden als geplant. Dafür werden aber die Einnahmen aus der Einkommenssteuer deutlich höher ausfallen, weil in diesem Jahr das Einkommenssteueraufkommen von 1998 statt wie bisher das von 1995 zu Grunde gelegt wird. Da in diesen Jahren im Amtsbereich starker Zuzug stattgefunden hat und das Steueraufkommen entsprechend gestiegen ist, fällt den Amtsgemeinden eine deutlich höhere Zuweisung an Einkommenssteuer zu, was etwa die Reduktion der Schlüsselzuweisungen ausgleicht. Damit erübrigt sich eine höhere Umlage für die Amtsgemeinden, weshalb vermutlich für Mehrow kein Nachtragshaushalt erforderlich ist.

Bei der Beratung über die Änderung des Bebauungsplanes für das ehemalige KIM-Gelände ging es um die vom Landkreis empfohlen Streichung der Auflage, daß maximal 20% der Fläche für Wohnbebauung genutzt werden können.
Frau Schaaf vom Amt Ahrensfelde/Blumberg hat ausgeführt, daß eine solche Beschränkung tatsächlich unüblich sei, worauf eine einstimmige Annahme der entsprechenden B-Plan-Änderung erfolgte. Das wird hoffentlich zu einer umgehenden Genehmigung durch "Eberwalde" und die von den Mehrowern erhoffte alsbaldige Freigabe der Straße führen.




Die am 3. Juli 2003 mangels Beteiligung ausgefallene Gemeindevertretersitzung wurde am 24. Juli nachgeholt. Dieses Mal waren trotz Urlaubszeit wenigstens so viele Gemeindevertreter anwesen, dass Beschlussfähigkeit gegeben war.

Erfreulicherweise waren auch einige Gäste erschienen - vorrangig Anlieger der Dorfstraße zwischen Reiterhof und Robert-Stock-Straße. Das hatte auch seinen Grund, denn hier soll ja nun (irgendwann mal) der dringend benötigte Fußweg zum Friedhof geschaffen werden.
Wie bereits aus der Ankündigung der Gemeindevertretersitzung in der Presse zu entnehmen war, machte sich dazu eine neue Beschlussfassung erforderlich, da die Kosten doch deutlich über dem geplanten Umfang liegen werden, u. a., weil dort auf beiden Seiten der Straße Bushaltestellen geschaffen werden sollen. Die Anlieger fürchten nun natürlich um eine Kostenbeteiligung - die Gemeindevertretung hat jedoch versichert, dass eine solche nicht vorgesehen ist.

Diskussionen der Gemeindevertreter gab es um den geplanten Fuß- und Radweg von Mehrow nach Eiche, der sicher von der Mehrzahl der Mehrower gewünscht wird. Im nächsten Jahr (2004) soll dieser Weg durch ABM-Kräfte errichtet werden, wodurch für Mehrow und Eiche nur die anteiligen Kosten für das als Wegbelag vorgesehene Recycling-Material anfallen. Diesbezüglich gab es aber den nicht ganz unberechtigten Einwand, dass der Bau einer richtigen, asphaltierten Straße, die mehrheitlich über Fördermittel hätte finanziert werden können, besser und für die Gemeinde kostengünstiger gewesen wäre. Da aber bisher weder für die eine, noch für die andere Variante ein Kostenangebot vorliegt, lässt sich das schlecht beurteilen.
Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten eines Fuß- und Radweges war wohl vor allem, dass offenbar weder Mehrow noch Eiche an einer Straßenverbindung und daraus vermutlich resultierendem zusätzlichen Verkehr interessiert ist.

Apropos ABM-Kräfte: für den durch ABM-Kräfte in diesem Jahr erneuerten Fußweg zwischen Dorfstraße und Dorfteich stand zum Sitzungstermin die Abnahme noch aus - einige Gemeindevertreter hatten die Ausführungsqualität bemängelt und eine Abnahme gefordert. Auch aus der "Zuschauer-Loge" wurde bemängelt, dass zwar der Fußweg erneuert wurde, aber an der Bushaltestelle "Mehrow Kirche" eine hässliche Lücke klafft. Der Bürgermeister hat darauf verwiesen, dass dort noch mit dem Straßenbauamt und der Busgesellschaft eine Abstimmung bezüglich der Bordsteinhöhe erfolgen muß und dass danach die ABM-Kräfte auch dieses Stück fertig stellen werden.
Jetzt, gut einen Monat später, haben sich die Beteiligten offenbar immer noch nicht auf eine Bordsteinhöhe einigen können (falls sie sich überhaupt damit befassen) - die ABM-Kräfte sind nun weg und wir haben mitten im Ort einen Schandfleck, der uns wohl erhalten bleibt, bis uns im nächsten Jahr wieder ABM-Kräfte zur Verfügung stehen (oder bis in alle Ewigkeit, wenn's keine ABM Kräfte gibt), welche die letzten 20 Meter Fußweg fertig stellen - falls bis dahin das schwerwiegende Problem der Höhenfestlegung von Bordsteinen in Haltestellen gelöst ist ... (Ein Tipp für den Notfall: Zollstock nehmen und nach Eiche fahren: dort ist gerade von Fachfirmen eine neue Haltestelle gebaut worden - da wird die Bordsteinhöhe wohl richtig sein, zumindest ist dort noch niemand aus dem Bus gestürzt ...)

Der Bürgermeister hat noch darüber informiert, dass im Zeitraum 25.8. bis 30.9. auf dem ehemaligen KIM-Gelände (jetzt Eigentum der Helldorff-Erben) die zwischenzeitlich abgebaute Mischanlage wieder errichtet und betrieben wird: in Tag- und Nachtschichten!
Damit kommen vermutlich wieder Baustofftransporte im 5-Minuten-Takt auf uns zu - es ist ja den Autobahnbauern auch nicht zuzumuten, dass diese ihre Transporte über die bereits fertig gestellten Fahrbahnen der Autobahn abwickeln und diese statt unserer Dorfstraßen zerrammeln ...

Zum Thema "Helldorff" traut man sich ja schon gar nicht mehr zu fragen - nach endlosen Kämpfen und Krämpfen ist ja nun im Februar diesen Jahres endlich der Vertrag zwischen der Gemeinde und den Helldorff-Erben unterschieben worden, der denen die gewünschte Bebauung des ehemaligen KIM-Geländes und uns die Durchfahrung des Geländes von Mehrow nach Trappenfelde auf einer durch die Erbengemeinschaft zu erneuernden Straße ermöglichen soll. Der Zettel mit den Unterschriften der "Kriegsparteien" liegt jetzt in Eberswalde und wartet auf die Unterschrift eines höher besoldeten Staatsdieners. Aber je höher der Beamtenstuhl, desto schwerer fällt offenbar eine solche Handbewegung ...
Da werden wir wohl auch im nächsten Jahr noch an der derzeitigen Umfahrung ("Walzenweg") Kröten sammeln dürfen!

Nicht anders bei unserer Mühle: Die gammelt vor sich hin und wird mit dem verrotteten Dach spätestens im kommenden Winter ernstlichen Schaden nehmen, wenn nicht endlich in Frankfurt (Oder) die zuständige Richterin die Akte in die Hand nimmt und über den jegliche Aktion hindernden Rückübertragungsanspruch entscheidet.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurde über den Verkauf einer gemeindeeigenen Fläche an einen ortsansässigen Unternehmer entschieden. Dem Vernehmen nach hat die Gemeindevertretung dem Verkauf der Fläche neben der Mühle zugestimmt - zu welchen Konditionen ist nicht öffentlich bekannt, man erzählt aber, dass die doch recht günstig waren ... Die auf dem Gelände befindliche riesige Halle, die nun wahrlich nicht ins Dorfbild passt, aber jedem aus Ahrensfelde kommenden ins Auge fällt (oder besser stürzt), wird uns nun wohl noch eine Weile erhalten bleiben. Unter diesen Umständen ist nur zu hoffen, dass umgehend das Umfeld der Halle eine Verschönerung erfährt, wofür es erste erfreuliche Ansätze gibt. Wünschenswert wäre auch, dass die bisher noch vereinzelt vor der Halle und auf gegenüber liegenden Freiflächen stehenden Fahrzeug- und Anlagenteile gänzlich in der Halle und damit aus dem Blickfeld verschwinden und der "Mehrower Koloss" vielleicht sogar ein bisschen Farbe auf die Außenhaut bekommt.



Wegen der Schulferien in Berlin und Brandenburg fand im August keine Gemeindevertretersitzung statt.



Am 4.9.2003 fand hier in Mehrow die nunmehr vorletzte Gemeindevertretersitzung statt. Mit den Kommunalwahlen Ende Oktober verliert Mehrow seine Eigenständigkeit (mehr dazu unten) und wird dann folglich keine eigene Gemeindevertretung mehr haben.

Der ehrenamtliche Bürgermeister, Arno Lüdke, gab einleitend folgende Informationen:

  • Zur bevorstehenden Kommunalwahl und den daraus resultierenden Varianten der Eingliederung Mehrow in eine künftige Großgemeinde hat die Märkische Oderzeitung (MOZ) am 27.8. einen sehr umfangreichen und gut recherchierten Artikel des MOZ-Reporters Olav Schröder veröffentlicht.
    Danach wird (wie auch aus der Wahlbekanntmachung ersichtlich) die von der Landesregierung geforderte Großgemeinde Ahrensfelde-Blumberg 22 Gemeindevertreter haben, wovon Ahrensfelde und Mehrow zusammen 7, die anderen Gemeinden (Blumberg, Eiche, Lindenberg) je 5 stellen. Unklar ist immer noch, ob Mehrow den Status eines Ortsteils bekommt und somit wenigstens seinen Namen behält und einen Ortsteilbürgermeister bestimmen kann, oder ob wir namenlos in die Großgemeinde untergehen.

  • Die diesjährigen ABM-Maßnahmen im Ort, die u.a. die Neuerrichtung des Fußwegs am Dorfteich und die Schaffung einer anonymen Begräbnisstätte auf dem ("neuen") Mehrower Friedhof umfasste, wurde am 15. August abgeschlossen.
    Sofern im nächsten Jahr wieder ABM-Kräfte bewilligt werden, sollen diese u.a. zur Beräumung und Gestaltung des Dorfteich-Ufers eingesetzt werden. Dort ist die Pflanzung von Linden und die Installation einer Straßen- und Weg-Beleuchtung vorgesehen.

  • Auf die Trauerhalle des Friedhofs im Dorfpark soll am 10. September der Dachstuhl aufgesetzt werden (was ist inzwischen auch erfolgt ist). Mindestens einer der großen Bäume neben der Trauerhalle soll gefällt werden, da dieser zu nah am Neubau steht und bei seinem schlechten Zustand die Gefahr besteht, dass er beim nächsten Sturm auf die neue Trauerhalle stürzt. Lt. Herrn Hauswald trifft dies aber auch auf die anderen Bäume rings um den Neubau zu, weshalb diese sinnvollerweise sämtlichst entfernt werden sollten.

  • Der Bau des Fußwegs vom Reiterhof Klopsteg (Dorfstraße Ecke Straße am Dorfteich) zur Robert-Stock-Straße wird in den nächsten Tagen in Angriff genommen.
    Dort wird nicht nur der Randstreifen der Straße begehbar gemacht, sondern auch beidseits der Straße eine Haltestelle (auf der Ost-Seite) bzw. ein Haltepunkt (auf der West-Seite) für den Bus aus/nach Hönow eingerichtet. Zuvor sind aber im Bereich des künftigen Fußweges verschiedene Leitungen neu bzw. tiefer zu legen.
    Da der Baustellenbereich zwischen zwei engen, unübersichtlichen Kurven liegt, hat die Baufirma zu recht die Einrichtung einer Baustellenampel gefordert. Deren Beantragung und Genehmigung hat zur Verzögerung des Baubeginns beigetragen.

  • Mit der Familie Gladow (von Hönow kommend das erste Grundstück im Bereich des o.g. Straßenabschnittes) ist einvernehmlich das Zurücksetzen deren Zaunes vereinbart worden, so dass der Fußweg dort ohne Einengung weiter geführt werden kann.

  • Das Straßenbauamt fordert, dass die Einfahrten zu den Neubauten auf dem Grundstück Dorfstraße 16 (wo die Baufirma NCC am gleichen Tage die Richtkrone auf das letzte Reihenhaus setzte und mit den Bewohnern der bereits bezogenen Häuser Richtfest feierte) mindestens 7 Meter breit ausgeführt werden - so breit ist hier kaum irgendwo die Einmündung einer öffentlichen Straße.

  • Dem Beschilderungs-Wildwuchs im Ort ist der Kampf angesagt worden. Zusammen mit dem Ordnungsamt soll nun die Situation vor Ort gesichtet und festgelegt werden, welche Schilder entbehrlich sind und entfernt werden sollten - ob sie dann wirklich verschwinden, ist allerdings fraglich, da dafür das Straßenbauamt zuständig ist.
    Als Beispiel wurde das "50"-Schild kurz vor dem Ortsausgang in Richtung Ahrensfelde angeführt. Im Ortskern ist bekanntermaßen und wegen der Unübersichtlichkeit der Kurve rings um den Kirchhof völlig zu recht "30" vorgeschrieben. Am Ende dieser Kurve steht ein "50"-Schild - gänzlich unnötig, da kein vernünftiger Kraftfahrer an dieser Stelle beschleunigen wird, weil wenige Meter weiter wieder eine scharfe, nicht einsehbare Rechtskurve kommt. Kurz hinter dieser Kurve steht das Ortsausgangsschild, das eh voran gegangene Geschwindigkeitsbegrenzungen aufhebt.
    Das "50"-Schild an dieser Stelle kann also getrost weg - dann würde auf diesen paar Metern wie im Ort "30" gelten. Das wäre nicht nur wegen der Straßenführung gerechtfertigt, sondern auch angesichts der Tatsache, dass in diesem Bereich eine Baufirma auf der einen Straßenseite ihr Büro- und Verkaufsgebäude und auf der anderen Straßenseite ihren Maschinenpark hat, was zu häufigen Querungen dieses unübersichtlichen Straßenabschnittes durch Personen und Fahrzeuge führt.

  • Für die ehemalige "Schnitterkaserne" Dorfstraße 19 und die daneben liegenden früheren Landarbeiterhäuser Dorfstraße 22 und 23 gibt es jetzt einen Interessenten - einen Bauunternehmer, der schon an anderer Stelle im Ort eine alte Scheune erworben und zu Gewerberäumen umgebaut hat. Die Verkaufsverhandlungen laufen noch. Dieser Investor hat auch Interesse am Kauf unseres "Schlosses" (besser bekannt als ehemaliges Gutshaus und späteres Kulturhaus), wo sich die seit nunmehr einem Jahr verwaiste Gaststätte befindet.
    Ein schon vor Monaten hier vorstellig gewordener Interessent für die Gaststätte und eventuell für das gesamte Gebäude hat nach wie vor die Absicht, die Gaststätte zu übernehmen und schnellst möglich wieder zu eröffnen. Aber die Banken zeigen sich da wohl bei der Kreditgewährung sehr zurück haltend und insofern ist es für die Gemeinde gut, dass sich nunmehr ein weiterer ernsthafter Interessent gemeldet hat.
    Der Bürgermeister versicherte, dass ein Verkauf nur erfolgen wird, wenn eine Wiedereröffnung der Gaststätte gesichert ist - angestrebt ist eine einvernehmliche Einigung der beiden Interessenten.

  • Im Ergebnis der in diesem Jahr verabschiedeten Dorferneuerungsplanung soll im nächsten Jahr als erster Schritt die Uferzone des Dorfteiches beräumt, neu bepflanzt und beleuchtet werden, das Umfeld der "Schnitterkaserne" (Dorfstraße 19) gestaltet und ein Fuß-/Radweg nach Eiche angelegt werden - wie erwähnt unter Zuhilfenahme der hoffentlich wieder zur Verfügung stehenden ABM-Kräfte.
    Bezüglich des Rad-/Fußweges nach Eiche wurde anschließend jedoch wie schon in voran gegangenen Sitzungen kontrovers diskutiert, ob die geplante Variante wirklich die kostengünstigste und im Ergebnis beste ist.
    Geplant ist die Erstellung eines ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer vorgesehenen Weges aus Recycling-Material - ausgeführt von ABM-Kräften, so dass von den Gemeinden Mehrow und Eiche (der dortige Bürgermeister hat eine Beteiligung zugesichert) nur die vergleichsweise geringen Materialkosten zu tragen sind. Als Alternative hätte die Errichtung einer richtigen Straße gestanden, die im Rahmen des "ländlichen Wegebaus" von Bund oder Land zu etwa 70...80% gefördert worden wäre (wenn denn die Zuschüsse wirklich so fließen wie in Aussicht gestellt). Die auf die Gemeinde fallenden Kosten wären etwa gleich hoch gewesen, wie bei dem favorisierten Fuß-/Radweg, dafür hätte es aber eine richtige Bitumen-Straße gegeben...
    Aber wie in der Vergangenheit zeichnet sich weder hier in Mehrow noch in Eiche eine Mehrheit für eine Straßenverbindung der Orte ab, da das für beide Orte zusätzlichen Verkehr durch ortsfremde Kraftfahrer brächte, die solche Schleichwege von Berlin ins Umland suchen.

Herr Dr. Jakobs hat in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister über den aktuellen Stand der mit der kommenden Kommunalwahl ins Haus stehenden Änderungen unseres Gemeindestatus informiert. Leider ist er offenbar der Einzige in der Gemeindevertretung, bei dem die Mitte August veröffentlichte Wahlbekanntmachung einen Aufschrei provoziert hat. Wie wir dort zwischen den Zeilen lesen können, wird es nach der nächsten Wahl Mehrow gar nicht mehr geben, nicht einmal mehr als Ortsteil der künftigen Großgemeinde.

Bekanntermaßen werden wir Ende Oktober (nicht ganz freiwillig) mit Ahrensfelde fusionieren, zeitgleich wird aber Ahrensfelde (auch nicht freiwillig) in eine neu zu bildende Großgemeinde Ahrensfelde-Blumberg eingegliedert.

Bei zwei zeitgleichen Ereignissen stellt sich immer die Frage, welches der zeitgleichen Ereignisse zuerst stattfindet: werden wir erst mit Ahrensfelde fusioniert und dann, "eine logische Sekunde später" in die Großgemeinde eingegliedert, haben wir nicht einmal mehr der Status eines Ortsteils, d.h. kein eigenes Ortsschild, keinen Anspruch auf namentliche Nennung auf Landkarten, keinen Ortsteilbürgermeister, keine eigenen Gemeindevertreter und so weiter.

Fände hingegen erst die Bildung der Großgemeinde statt (und sei es nur um eine "logische Sekunde" eher), würde sich die Fusion mit Ahrensfelde erübrigen und wir würden gleichberechtigt mit den anderen Gemeinden des gegenwärtigen Amtes Ahrensfelde-Blumberg (bestehend aus Ahrensfelde, Blumberg, Lindenberg, Eiche und Mehrow) in die Großgemeinde einziehen.

Das hat die Landesregierung aber offenbar nicht vorgesehen - in der Wahlbekanntmachung taucht Mehrow nur noch in dem Zusammenhang auf, dass wegen uns Ahrensfelde sieben Gemeindevertreter bekommt (worunter keine Mehrower sein müssen), statt fünf, wie die anderen Gemeinden - als künftiger Ortsteil sind wir da nicht aufgeführt.

Herr Dr. Jakobs, Kreistagsabgeordneter der CDU hat sich deshalb gleich "in die Spur gemacht" und gegen das Vorhaben interveniert. Ob das was bringt, wird sich zeigen - Hoffnung kann man da nicht viel haben, aber es ist doch tröstlich, dass nicht alle Mehrower die Schönbohmschen Vorhaben ganz widerspruchslos hinnehmen.


Auch wenn Mehrows Ende vermutlich nicht ganz erquicklich wird, soll am Vorabend der Kommunalwahl in der Mehrower Dorfkirche und anschließend im ehemaligen Gutshaus zum Abschied eine Festveranstaltung stattfinden, die Gelegenheit bieten soll, einen Rückblick auf die vergangenen Jahre zu werfen. Die Fraktionen von CDU und Mehrower Initiative haben sich schon auf einen gemeinsamen Rückblick auf die letzte Wahlperiode verständigt, von einem Vertreter der SPD-Fraktion ist bereits vor einigen Wochen in mehreren Beiträgen über einen Spaziergang durch den Ort seine Ansicht über die Arbeit der Gemeindevertretung einfließen lassen - wir wollen beides unkommentiert lassen.


Die Gemeindevertretung beschloss, ungeachtet des anstehenden Verkaufs einen Fördermittelantrag für die dringend erforderliche Sanierung des Daches im ehemaligen Schloss/Gutshaus/Kulturhaus/Gemeindehaus zu stellen - wenn es zum Verkauf kommt, wird sich der Investor freuen (und hoffentlich auch honorieren), dass bereits Fördergelder beantragt wurden, wenn wir auf dem Haus sitzen bleiben, wird es die von uns aufzubringenden Kosten mindern. Gleiches trifft für die Freifläche vor der Mühle zu - auch für deren Gestaltung sollen Fördermittel beantragt werden.

Es wurde weiterhin beschlossen, Maßnahmen zur Aufhebung des "Aufstellungsbeschlusses Blumberger Weg 2" einzuleiten. Es handelt sich um die ehemalige Hühnerfarm im Dreieck hinter den Bebauungen von Dorfstraße und Blumberger Weg, zuletzt von der Firma "BELI" als Getränkegroßhandel benutzt.
"BELI" ist vor ein paar Jahren in das Gewerbegebiet Blumberg gezogen, seitdem verkommt das ehemalige Betriebsgelände hier im Ort vollkommen. Der "BELI"-Inhaber als Eigentümer der Fläche hatte zwar vor zwei, drei Jahren im wahrsten Sinne des Wortes hoch gestellte Bebauungsabsichten für das Gelände (was wegen der geplanten Gebäudehöhen wenig Zuspruch bei den Gemeindevertretern fand) - von diesen Plänen hat man aber offenbar Abstand genommen und nun tut sich seit einiger Zeit gar nichts mehr.
Da zwischenzeitlich auch die Zusicherung der Zufahrt über "Meißners Hof" von der Besitzerin des Geländes zurück gezogen wurde und die Gemeinde eine Erschließung des Geländes über den ohnehin überlasteten Blumberger Weg nicht zulässt, ist eine Rücknahme der Bebauungszusagen durch das Amt eine logische und eigentlich längst überfällige Konsequenz. Die Gemeindevertretung hat deshalb das Amt aufgefordert, nach entsprechenden Fristsetzungen die Bauleitplanung einzustellen.

Mehrow wird sich an dem sogenannten "Heckenprojekt" beteiligen, das an uns heran getragen wurde. Zum Hintergrund: Als Ausgleich für Flächenversiegelungen müssen ja seit einiger Zeit Bauherren und Bauträger nicht mehr Bepflanzungen auf dem eigenen Gelände vornehmen, sondern können sich "freikaufen". Das so eingespielte Geld wird für zentrale ökologische Ausgleichsmaßnahmen verwandt, so z.B. für großflächige Bepflanzungen an Orten, die dringend einer Begrünung bedürfen.
Eine dieser Maßnahmen ist die Ausführung umfangreicher Heckenpflanzungen, um einerseits mehr Grün ins Land zu bringen und die Optik von Straßen und Wegen zu verbessern und andererseits der Verödung von Ackerflächen durch Erosion zu begegnen.
Von den Organisatoren solcher Projekte ist nun Mehrow als möglicher Standort derartiger Pflanzungen ausgemacht worden - da uns das nichts kostet, hat die Gemeindevertretung auch umgehend zugestimmt. Angedacht sind Heckenpflanzungen entlang des Blumberger Weges und des sogenannten Kirschweges (vom Blumberger Weg zur Ahrensfelder Chaussee) sowie am geplanten Fuß-/Radweg von Mehrow nach Eiche.

Immer noch in der Diskussion ist die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes.
Befragt nach der aktuellen Situation hat Torsten Rahlf, Gemeindevertreter und aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ausgeführt, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Feuerwehrmitglieder erheblich angestiegen ist, allein bei den Erwachsenen von 25 auf 37 Kameraden. Hinzu kommen die Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr (und nicht zu vergessen: unsere Cheerleader!).

Schon jetzt reicht der Versammlungsraum kaum aus, um mit allen gleichzeitig Sitzungen und Schulungen durchzuführen.

Die sanitären Einrichtungen reichen schon lange nicht mehr aus. Da demnächst auch die Gründung einer Frauen-Feuerwehrabteilung ansteht, ergeben sich spätestens dann unhaltbare Zustände bzgl. Toiletten, Duschräumen und Umkleidemöglichkeiten.
Ein Dienstzimmer für den "Feuerwehrhäuptling" würde auch dringend benötigt.
Das heißt, und das wurde auch einvernehmlich anerkannt, die Freiwillige Feuerwehr bedarf dringend einer baulichen Erweiterung, wenn wir sie uns auf dem jetzigen Niveau und auch als Anlaufpunkt für einen großen Teil unserer Dorfjugend erhalten wollen.
Darüber nachzudenken, ob man die baulichen Erweiterungen gleich so gestaltet, dass auch der Bedarf der Allgemeinheit nach Räumlichkeiten für Versammlungen, Feiern, Freizeitgestaltung usw. abgedeckt wird, ist bestimmt nicht verkehrt.



Die definitiv letzte Mehrower Gemeindevertretersitzung fand am 2.10.2003 statt.
Am 26.Oktober fusioniert Mehrow nicht ganz freiwillig mit Ahrensfelde und gleichzeitig, noch viel weniger freiwillig Ahrensfelde mit seinen Nachbargemeinden Eiche, Blumberg und Lindenberg zu einer neuen Großgemeinde "Ahrensfelde-Blumberg". Am Vorabend der Kommunalwahl, am 25. Oktober, wird es in der Mehrower Dorfkirche einen kleinen Festakt mit den derzeitigen Mehrower und Ahrensfelder Gemeindevertretern und weiteren geladenen Gästen geben - um mal wenigstens einen Abend "Groß-Ahrensfelde" zu feiern, bevor auch das am nächsten Tag schon vorbei ist ...

Aber zurück zur letzten Mehrower Gemeindevertretersitzung: Der ehrenamtliche Bürgermeister, Arno Lüdke, gab einleitend folgende Informationen

  • Bezüglich des mittlerweile schon recht befriedigenden Busverkehrs nach Mehrow wird es demnächst noch ein paar Verbesserungen geben.

  • Mit der Zwangsfusion der bisherigen Amtsgemeinden machen sich (wie erwartet) Änderungen von Straßennamen erforderlich. In Mehrow betrifft das zum Glück nur die Dorfstraße. Hier kam vom Amt der Vorschlag einer Umbenennung in "Mehrower Dorfstraße", womit man sicher leben kann.

  • Die "Freie Wählergemeinschaft Ahrensfelde" wird sich am 8.10. im Gemeindesaal interessierten Mehrower Bürgern vorstellen.

  • Der Rad- und Wanderweg von Mehrow nach Eiche befindet sich in der Projektierung.

  • Es ist eine mit 11 Unterschriften versehene Beschwerde bezüglich der freiwilligen Feuerwehr eingegangen, worin u.a. beanstandet wird, dass die Feuerwehr nachts mit Blaulicht und Martinshorn ausrückt, dass die Entlüftungsanlage der Feuerwehr Krach macht und dass dort zu oft gefeiert würde. (siehe unten)

    Da braucht man eigentlich nicht viel zu kommentieren: Wenn es im eigenen Haus brennt oder der Keller voll läuft, sind sicher auch die jetzt reklamierenden Bürger froh, wenn die Feuerwehr zu jeder Tag- und Nachtzeit schnell zur Stelle ist und werden es als angebracht ermessen, wenn die Kameraden sich dabei mit Sondersignalen die Straße frei machen. In solch einem Fall werden sie es vielleicht auch verkraften, wenn hinterher beim Abstellen der nun leider nicht sehr schadstoffarmen Fahrzeuge die Absauganlage angeschaltet wird, damit die Kameraden ohne Atemschutzausrüstung aussteigen können. Und wenn nach einem Brand vom eigenen Dachstuhl noch was übrig geblieben ist, wird man auch tolerieren, wenn die Jungs und Mädels von der Feuerwehr am nächsten Wochenende den Grill anwerfen. Aber wenn es woanders gebrannt hat, dann ist das alles einfach nur lästig ...

    Nach Auskunft des Bürgermeisters und Herrn Rahlf als Mitglied der FFW ist mit dem Beschwerdeführer bereits ein Gespräch geführt worden, ohne dass der Eindruck hinterblieb, auf Verständnis gestoßen zu sein. Einer Einladung zur Gemeindevertretersitzung ist er leider nicht gefolgt.
    Man will trotzdem weiter versuchen, durch Gespräche Verständnis zu wecken und zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

Hauptthema der eigentlichen Sitzung war der angedrohte Entzug der Baugenehmigung für das Gelände der ehemaligen Broilermastanlage im Ort. Dieses Gelände an der Sackgasse, das weithin durch den provisorisch aus Betonringen gefertigten Schornstein des "Hühnerkrematoriums" sichtbar ist, soll schon seit Jahren mit Einfamilienhäusern bebaut werden. Ein vor längerer Zeit in der Gemeindevertretung vorgestellter Bebauungsplan, der allerdings wegen der Dichte und Höhe der Bebauung nicht viele Freunde gefunden hat, ist längst in der Versenkung verschwunden.

Herr Liebner, der Eigentümer des Geländes, der dort bis Ende der 90er Jahre den Getränkegroßhandel "BELI" betrieben hat (und reichlich Unrat auf dem Gelände hinterließ) war der Einladung zur Gemeindevertretersitzung gefolgt und hat mitreißend geschildert, dass ihn persönliche Problem und Finanzierungsfragen an der Forcierung des Projektes gehindert haben. Das ist allerdings bei den Gemeindevertretern nur auf mäßiges Mitleid gestoßen - schließlich haben ja alle das Problem, ein paar Millionen zusammen zu tragen.

Herr Liebner hat nun zugesichert, umgehend ein neues Projekt und abgesicherte Finanzierungen vorzulegen. Die Gemeindevertretung hat ihm dafür sogar statt der vom Amt vorgeschlagenen 8 Wochen sogar die von ihm gewünschten drei Monate Frist eingeräumt, allerdings ausdrücklich ohne die Möglichkeit einer Fristverlängerung.

Ende des Jahres soll also ein klares Konzept für die Erschließung und Bebauung des Geländes sowie der erforderliche Bonitätsnachweis vorgelegt werden, andernfalls wird die Entwicklungsplanung eingestellt, was im Klartext heißt, dass nachfolgend eine Bebauung des Geländes verweigert wird.

Nun wird es nur leider am Jahresende weder eine Mehrower Gemeindevertretung, noch ein Amt Ahrensfelde/Blumberg geben, die das kontrollieren und Sanktionen einleiten könnte.
Die Gemeindevertretung hat deshalb ihre Hoffnung und Erwartung bekundet, dass sich die künftige Gemeindevertretung Ahrensfelde-Blumberg an diesen Beschluss hält und am Jahresende prüft, ob Herr Liebner seine Versprechungen eingehalten hat und ggf. die angedrohten Sanktionen verhängt. Andernfalls wird das "BELI-Gelände" genau so zum Dauerbrenner, wie das immer noch nicht erledigte Thema "KIM-Gelände".

Da haben wir doch wenigstens was, woran wir die künftige Gemeindevertretung messen können!


Benedikt Eckelt (webmaster@mehrow.de)

Anmerkung: Wie immer handelt es sich hierbei um subjektive Wahrnehmungen aus der Zuschauerreihe, die unverbindlich und ohne Gewähr sind!
Berichte vorangegangener Gemeindevertretersitzungen finden Sie im Archiv.



Zu vorstehendem Bericht bezüglich der eingegangenen Unterschriftenliste macht sich folgende Korrektur erforderlich:

Das genannte Schreiben richtet sich ausschließlich gegen die angedachte Erweiterung der Feuerwehr und hat folgenden Wortlaut:

An den Gemeinderat
der Gemeinde 16356 Mehrow

Mehrow, den 28.09.2003

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu der Gemeinderatssitzung am 04.09.2003 wurde u.a. die Diskussion geführt, das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr zu erweitern und darüber hinaus die Nutzung zu erweitern.

Die unterzeichnenden Anwohner lehnen dieses Vorhaben ab und erheben hiermit Einspruch.

Mit freundlichen Grüßen

... 11 Unterschriften ...


Herr Müller, der sich als Initiator dieses Schreibens zu erkennen gegeben und um ein klärendes Gespräch gebeten hatte, wünscht zu recht diese Richtigstellung.
Im Gespäch hat er aber auch erklärt, daß er sehr wohl in voran gegangenen Beschwerden und Gesprächen mit dem Bürgermeister die Belästigung der Anlieger durch Lärm beim Aus- und Einrücken, Abgase aus der Absauganlage und vorallem das nach seiner Ansicht übermäßige Feiern und den damit verbundenen Lärm beanstandet hat.

Entweder hat der Bürgermeister in seiner Information (bei der übrigens kein Name gefallen ist) die verschiedenen Vorgänge vermischt, oder (was wahrscheinlicher ist) ich habe sie nicht richtig trennen können. Für die daraus resultierende Unkorrektheit der Wiedergabe bitte ich um Entschuldigung.

Der oben angefügte Kommentar bedarf als persönlicher Meinungsäußerung keiner Korrektur, in diesem, jetzt erst namhaft gewordenen Fall ist er allerdings eine Unterstellung. Herr Müller hat mir im Gespräch erklärt, daß er keinen Wert darauf legt, daß im Bedarfsfalle die Mehrower Feuerwehr zu ihm löschen kommt. Meine angestellte Vermutung, daß jeder froh wäre, wenn unsere Feuerwehr schnell anrückt und spätestens nach einem solchem Fall Belästigungen durch die Feuerwehr toleriert, war demnach falsch.

Ich möchte deshalb vorstehenden Kommentar ausschließlich auf meine Person beschränken und der Freiwilligen Feuerwehr nach zwei Einsätzen, die mir bzw. meiner Familie galten (In der Weihnachtsnacht Ausbuddeln des Autos der Kinder aus einer Schneewehe und beim Sturm im Frühsommer Freiräumen der von Bäumen blockierten Straße in Eiche) ausdrücklich das Recht einräumen, Martinshorn zu benutzen, die Absauganlage einzuschalten und nach erfolgtem Einsatz zu feiern - allerdings verbunden mit der sehr herzlichen Bitte, die Feiern in Häufigkeit, Zeitdauer und Lautstärke zu begrenzen.

Benedikt Eckelt / 21.10.2003