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| Der Bericht des Bürgermeisters auf der Gemeindevertretersitzung am 9.1.2003 umfasste folgende Punkte:
Herr Crobock (?), der vor und während der Festwoche im Mai gefilmt hat bzw. filmen ließ und dafür auch eine Vergütung aus dem Etat der 675-Jahr-Feier erhalten hat, ist jetzt vom Amt ganz formell aufgefordert worden, die Videos herauszurücken. Da wiederholte Aufforderungen seitens des Festkomitees ergebnislos blieben, werden wir jetzt das Videomaterial von Amts wegen und notfalls auch gerichtlich einfordern. Der Gehweg entlang der Dorfstraße vom Reiterhof bis zur Robert-Stock-Straße steht auf der Prioritätenliste des Kreises. Etwa 37.000 der insgesamt veranschlagten knapp 59.000 Euro sollen als Fördermittel fließen. Nun hofft man, dass dieses Projekt nicht dem neu angespitzten Rotstift zum Opfer fällt. Ab 10.1. fahren täglich drei Busse nach Ahrensfelde: 8.50 Uhr, 12.50 Uhr und 14.57 Uhr (Schulbus) und vier in umgekehrter Richtung. Nicht ganz klar ist jedoch, ob und wann die Schulbusse neben Schülern auch andere Fahrgäste mitnehmen. Der Bürgermeister will sich kundig machen und bei der nächsten Sitzung Auskunft geben. Angaben ohne Gewähr! Bezüglich der Sanierung des Bolzplatzes ist am 10.7.2002 eine Teilleistung abgenommen worden und am 23.10.2002 eine Nachabnahme mit der Auflage erfolgt, Fehlstellen im Rasen aufzufüllen. Herr Rahlf hat zugesichert, dies umgehend durchzuführen, sobald die Witterung es zulässt - wir werden das im Auge behalten! Auf eine Anfrage bezüglich der größer und häufiger werdenden Dreckhaufen im Ort ist mitgeteilt worden, daß
Wie bereits ausgeführt, hat der Helldorffsche Anwalt mitgeteilt, dass eine bindende Zusage (bzgl. der Erschließung des KIM-Geländes) nur unter Vorbehalt der Bankfinanzierung gemacht werden kann - nun liegt der Schwarze Peter also bei der Bank ... Bei der Mühle, die uns der Denkmalschutz erhalten will, geht es nicht weiter. Es sind zwar nach Auskunft der Flurneuordnungsbehörde prinzipiell Fördermittel für die äußere Sanierung möglich, aber solange noch die Klage des Alteigentümers in Westdeutschland gegen den letzten Besitzer, den Milchhof Blumberg läuft, ist nichts mit Fördermitteln drin. Vor einigen Wochen hat sich ja der mit der Dorferneuerungsplanung befasste Arbeitskreis unter Leitung der Firma Formazin (Ahrensfelde) mit einem Flugblatt an die Mehrower gewandt und darum gebeten, Anregungen für die Neugestaltung des Dorfes zu geben sowie Wünsche und Forderungen aufzulisten. Bisher sind erst drei Fragebögen zurück gegeben worden ... Traurig und peinlich zugleich. Ist das Interesse an der weiteren Entwicklung unseres Dorfes wirklich so gering ? Bleibt zu hoffen, dass wenigstens ein paar Bürger zu der vermutlich im Februar stattfindenden Informations- und Diskussionsveranstaltung des Arbeitskreises Dorferneuerung kommen werden. Beim Ausbau des Hönower Weges, der als gut gelungen eingeschätzt wurde, sind noch ein paar Zusatzleistungen, vor allem im Kreuzungsbereich Altlandsberger Weg in Auftrag gegeben und realisiert worden. Daraus resultierte ein finanzieller Mehraufwand von 40.000 Euro, wovon jedoch 80% aus Fördermitteln beglichen werden, so dass die Gemeinde nur mit 8.000 Euro über Plan belastet wird. |
| Der wichtigste Punkt der Gemeindevertretersitzung am 13.2.2003 ging am schnellsten über die Bühne: Rechtsanwalt Eisenstein, Vertreter der Helldorff-Erben, hat ein von seiner Mandantschaft unterschriebenes Exemplar des Erschließungsvertrages für das ehemalige KIM-Gelände überreicht und damit den Weg dafür frei gemacht, daß es dort vorwärts geht und vorallem die Verbindungsstraße Mehrow-Trappenfelde alsbald freigegeben wird. Wie schon wiederholt berichtet, hat die Gemeinde Mehrow und das zuständige Amt Ahrensfelde/Blumberg ihre Zustimmung zum Bebauungsplan für des KIM-Geländes davon abhängig gemacht, daß verbindliche und durch Bankbürgschaften abgesicherte Zusagen zum Ausbau der Trappenfelder Straße gemacht werden. Nun ist es wie gesagt so weit: Der Vertrag enthält (hoffentlich) die geforderten Zusagen und die Bankbürgschaften sollen angeblich bereits vorliegen. Das wird jetzt geprüft und auf der Gemeindevertretersitzung am 6. März wird dann wohl die Gemeindevertretung ihren wiederholt verschobenen Beschluß zur Aufhebung des Bebauungsplanes zurückziehen und damit "grünes Licht" für die Bebauung und die damit einher gehende Erschließung des Gebietes geben. Mit diesem Ausgang hat nach den wiederholt verstrichenen Ultimaten schon kaum noch einer gerechnet und ich selbst hab' auf einen gegenteiligen Ausgang gewettet und 'nen Kasten Bier verloren. Aber das nimmt man gern in Kauf, wenn nun endlich der Weg nach Trappenfelde freigemacht und (allerdings erst binnen der nächsten 3+1 Jahre) hergerichtet wird. Schlagloch- und Krötenslalom auf dem Walzenweg werden in absehbarer Zeit ein Ende haben. Der Grafschaft sei Dank gesagt! Aber auch und vorallem den verbliebenen Gemeindevertretern und dem Amt sei gedankt, daß sie hartnäckig auf den nun vorliegenden Vertrag gepocht und damit (hoffentlich) unüberschaubare Erschließungsrisiken für die Gemeinde abgewendet haben. Anerkennung gab es auch aus einer völlig unerwarteten Ecke: Einer der seit eineinhalb Jahren den Sitzungen fernbleibenden Gemeindevertreter hat sich entschuldigt, daß er an dieser "wie immer inhaltsreichen Gemeindevertretersitzung" nicht teilnehmen kann. Schade. |
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Der Bürgermeister informierte anschließend über folgende Themen: |
| Herausragende, weil vom üblichen Ablauf abweichende Tagesordnungspunkte der Gemeindevertretersitzung an 6. März 2003 waren die Vorstellung des neuen Revierpolizisten, Herrn Lemke, und der Bericht des Leiters unserer Freiwilligen Feuerwehr, André Reinkober,
Herr Lemke, der zuvor Revierpolizist in Oranienburg war, ist seit dem 1. Januar diesen Jahres für unseren Bereich zuständig. Er ist jeden Dienstag im Amtszimmer in Ahrensfelde (im Hofgebäude des Amtes) erreichbar, ansonsten telefonisch über die Polizeiwache Bernau. Er versteht sich als "Polizist zu Anfassen" und bemüht sich nach eigenem Bekunden um einen engen Kontakt zu den Menschen im Amtsbereich. Er gab der Gemeindevertretung folgenden Bericht über die Kriminalitätsentwicklung im Amtsbereich:
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André Reinkober, der Leiter der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr, dankte einleitend der Gemeindevertretung, für die Traditionsfahne, welche die Wehr anlässlich der 675-Jahr-Feier im Mai 2002 überreicht bekommen hat und für die damit entgegengebrachte Anerkennung ihrer Tätigkeit im Ort. Er schätzt ein, dass sich das Ansehen der Freiwilligen Feuerwehr im Dorf gebessert hat, nicht zuletzt durch Hilfeleistungen im privaten Bereich und Aktionen wie das Aufstellen eines (leider im Vorjahr ungenutzten) Storchennestes am Blumberger Weg.
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Im vorangegangenen Teil "Informationen des Bürgermeisters" berichtete Arno Lüdke:
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| In der Bürgersprechstunde gab es Kritik am Winterdienst, der am vorangegangenen Montag (3. März) erst um 9.15 Uhr im Wohngebiet Blumberger Weg erschien, obwohl die Straßen so vereist waren, daß viele mit ihren Autos nicht einmal vom Grundstück kamen. Der in der Gemeindevertretung sitzende Chef des Winterdienst-Unternehmens beteuerte, daß der Wetterdienst keine Blitzeis-Warnung herausgegeben hatte [was durchaus sein kann, weil Herr Kachelmann ja jetzt fast täglich in Talkshows statt vor'm Radarschirm sitzt], aber richtiges "Blitz"-Eis war es ja auch nicht, da es schon am Vorabend einsetzte ... |
| Die Gemeindevertretersitzung vom 3. April 2003 ging erfreulich schnell und schmerzlos über die Runden. Und da sich der nicht öffentliche Teil auf die Bestätigung des Protokolls der vorangegangenen Sitzung beschränkte, unterblieb auch der ansonsten zur Halbzeit übliche Rausschmiss des Publikums, worunter sich übrigens sogar ein Ahrensfelder gemischt hatte - wenn man bei zwei Leuten von Mischen reden kann ... Eigentlich wäre das Anlass für einen anschließenden Kneipenbesuch gewesen. Aber wo? Diesbezüglich konnte Arno Lüdke unter "Informationen des Bürgermeisters" berichten, daß die Verhandlungen mit dem potentiellen Gaststättenpächter voranschreiten und sich sogar ein Verkauf des ganzen Gutshauses abzeichnet, zumal sich da noch andere Interessenten gemeldet haben. Außerdem gab der Bürgermeister folgende Informationen preis:
In der Bürgerfragestunde kam die Frage auf, wer denn wann die im Zuge des Gehwegbaus am Dorfteich durch Material, Container und LKW's völlig ruinierten Rasenflächen wieder herstellt. Der Bürgermeister hat zugesichert, dass dies durch die mit dem Wegebau befassten ABM-Kräfte bis zum Ablauf des hiesigen Einsatzes (im Juni diesen Jahres ?) erfolgen wird. Na, schau'n wir mal ... |
| Die Gemeindevertretersitzung vom 8. Mai 2003 ging mal wieder schnell über die Runden. Unter "Informationen des ehrenamtlichen Bürgermeisters" gab es folgende Neuigkeiten:
In der Bürgerfragestunde wurde u.a. darauf hingewiesen, dass die Entwässerung der Dorfstraße vor der NCC-Baustelle (Dorfstraße 16) in einem schlechten Zustand ist und Gefahr droht, dass der Abfluss in den Dorfteich kurzfristig verstopft. Außerdem wurde angefragt, wohin denn NCC das überschüssige Oberflächenwasser des Neubaugebietes entwässert - der Bürgermeister will das klären. (Der wasserarme Dorfteich freut sich zwar über jeden Zufluss, aber der muss geordnete Bahnen nehmen und es muss sicher gestellt werden, dass keine Schadstoffe eingeleitet werden.) Kritik gab es an der Ausführungsqualität der Gehwegarbeiten rings um den Dorfteich. Der Bürgermeister wird die Projektverantwortlichen und -betreuer über die Bedenken informieren und darauf drängen, dass die Arbeiten normgerecht ausgeführt werden und sich aus der Bauausführung keine unzulässigen Nutzungseinschränkungen ergeben. (Wir werden mit der Kamera unsere eigene Bauabnahme machen, wenn der Gehweg fertig gemeldet wird!). |
Schwerpunkt der Gemeindevertretersitzung vom 5. Juni 2003 waren die "Informationen des ehrenamtlichen Bürgermeisters":
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| In der Bürgerfragestunde ging es u.a. um Realisierungstermine für die geplanten Radwege. Bezüglich des Radweges von Mehrow nach Ahrensfelde gibt es nichts Neues. Er steht auf der Prioritätenliste des Landkreises und man hofft, daß er nicht den Sparzwängen zum Opfer fällt. Für den in Eigeninitiative der Gemeinde geplanten Radweg nach Eiche soll noch in diesem Jahr die Planung erfolgen und der Kostenvoranschlag erstellt werden. Gedacht ist an einen ca. 3 Meter breiten Radweg aus Recycling-Material, der außer von Fußgängern und Radfahrern nur vom Landwirtschaftsverkehr genutzt werden darf. Man hofft, die Arbeiten im nächsten Jahr mit ABM-Kräften ausführen zu können und nur die Materialkosten tragen zu müssen.
Zur Durchfahrt durch das ehem. KIM-Gelände wurde mitgeteilt, daß die im weiteren Verlauf der Sitzung anstehende Änderung des Bebauungsplanes in Eberswalde kurzfristig in den Vertrag eingearbeitet werden soll und eine umgehende Genehmigung der Behörde zu erwarten ist. Dann könnte die Veröffentlichung des Bebauungsplanes im nächsten Amtsblatt erfolgen und aller Voraussicht nach vier Wochen später die Freigabe der Straße für den Verkehr von Mehrow nach Trappenfelde erfolgen. Frau Unnewehr vom Amt Ahrensfelde/Blumberg hat auf eine Anfrage von Herrn Dr. Jakobs bezüglich der Realisierbarkeit des Haushaltsplanes mitgeteilt, daß in diesem Jahr die Schlüsselzuweisungen des Landes deutlich geringer sein werden als geplant. Dafür werden aber die Einnahmen aus der Einkommenssteuer deutlich höher ausfallen, weil in diesem Jahr das Einkommenssteueraufkommen von 1998 statt wie bisher das von 1995 zu Grunde gelegt wird. Da in diesen Jahren im Amtsbereich starker Zuzug stattgefunden hat und das Steueraufkommen entsprechend gestiegen ist, fällt den Amtsgemeinden eine deutlich höhere Zuweisung an Einkommenssteuer zu, was etwa die Reduktion der Schlüsselzuweisungen ausgleicht. Damit erübrigt sich eine höhere Umlage für die Amtsgemeinden, weshalb vermutlich für Mehrow kein Nachtragshaushalt erforderlich ist. Bei der Beratung über die Änderung des Bebauungsplanes für das ehemalige KIM-Gelände ging es um die vom Landkreis empfohlen Streichung der Auflage, daß maximal 20% der Fläche für Wohnbebauung genutzt werden können. |
| Die am 3. Juli 2003 mangels Beteiligung ausgefallene Gemeindevertretersitzung wurde am 24. Juli nachgeholt. Dieses Mal waren trotz Urlaubszeit wenigstens so viele Gemeindevertreter anwesen, dass Beschlussfähigkeit gegeben war. Erfreulicherweise waren auch einige Gäste erschienen - vorrangig Anlieger der Dorfstraße zwischen Reiterhof und Robert-Stock-Straße. Das hatte auch seinen Grund, denn hier soll ja nun (irgendwann mal) der dringend benötigte Fußweg zum Friedhof geschaffen werden. Wie bereits aus der Ankündigung der Gemeindevertretersitzung in der Presse zu entnehmen war, machte sich dazu eine neue Beschlussfassung erforderlich, da die Kosten doch deutlich über dem geplanten Umfang liegen werden, u. a., weil dort auf beiden Seiten der Straße Bushaltestellen geschaffen werden sollen. Die Anlieger fürchten nun natürlich um eine Kostenbeteiligung - die Gemeindevertretung hat jedoch versichert, dass eine solche nicht vorgesehen ist. Diskussionen der Gemeindevertreter gab es um den geplanten Fuß- und Radweg von Mehrow nach Eiche, der sicher von der Mehrzahl der Mehrower gewünscht wird. Im nächsten Jahr (2004) soll dieser Weg durch ABM-Kräfte errichtet werden, wodurch für Mehrow und Eiche nur die anteiligen Kosten für das als Wegbelag vorgesehene Recycling-Material anfallen. Diesbezüglich gab es aber den nicht ganz unberechtigten Einwand, dass der Bau einer richtigen, asphaltierten Straße, die mehrheitlich über Fördermittel hätte finanziert werden können, besser und für die Gemeinde kostengünstiger gewesen wäre. Da aber bisher weder für die eine, noch für die andere Variante ein Kostenangebot vorliegt, lässt sich das schlecht beurteilen. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten eines Fuß- und Radweges war wohl vor allem, dass offenbar weder Mehrow noch Eiche an einer Straßenverbindung und daraus vermutlich resultierendem zusätzlichen Verkehr interessiert ist. Apropos ABM-Kräfte: für den durch ABM-Kräfte in diesem Jahr erneuerten Fußweg zwischen Dorfstraße und Dorfteich stand zum Sitzungstermin die Abnahme noch aus - einige Gemeindevertreter hatten die Ausführungsqualität bemängelt und eine Abnahme gefordert. Auch aus der "Zuschauer-Loge" wurde bemängelt, dass zwar der Fußweg erneuert wurde, aber an der Bushaltestelle "Mehrow Kirche" eine hässliche Lücke klafft. Der Bürgermeister hat darauf verwiesen, dass dort noch mit dem Straßenbauamt und der Busgesellschaft eine Abstimmung bezüglich der Bordsteinhöhe erfolgen muß und dass danach die ABM-Kräfte auch dieses Stück fertig stellen werden. Jetzt, gut einen Monat später, haben sich die Beteiligten offenbar immer noch nicht auf eine Bordsteinhöhe einigen können (falls sie sich überhaupt damit befassen) - die ABM-Kräfte sind nun weg und wir haben mitten im Ort einen Schandfleck, der uns wohl erhalten bleibt, bis uns im nächsten Jahr wieder ABM-Kräfte zur Verfügung stehen (oder bis in alle Ewigkeit, wenn's keine ABM Kräfte gibt), welche die letzten 20 Meter Fußweg fertig stellen - falls bis dahin das schwerwiegende Problem der Höhenfestlegung von Bordsteinen in Haltestellen gelöst ist ... (Ein Tipp für den Notfall: Zollstock nehmen und nach Eiche fahren: dort ist gerade von Fachfirmen eine neue Haltestelle gebaut worden - da wird die Bordsteinhöhe wohl richtig sein, zumindest ist dort noch niemand aus dem Bus gestürzt ...) Der Bürgermeister hat noch darüber informiert, dass im Zeitraum 25.8. bis 30.9. auf dem ehemaligen KIM-Gelände (jetzt Eigentum der Helldorff-Erben) die zwischenzeitlich abgebaute Mischanlage wieder errichtet und betrieben wird: in Tag- und Nachtschichten! Damit kommen vermutlich wieder Baustofftransporte im 5-Minuten-Takt auf uns zu - es ist ja den Autobahnbauern auch nicht zuzumuten, dass diese ihre Transporte über die bereits fertig gestellten Fahrbahnen der Autobahn abwickeln und diese statt unserer Dorfstraßen zerrammeln ... Zum Thema "Helldorff" traut man sich ja schon gar nicht mehr zu fragen - nach endlosen Kämpfen und Krämpfen ist ja nun im Februar diesen Jahres endlich der Vertrag zwischen der Gemeinde und den Helldorff-Erben unterschieben worden, der denen die gewünschte Bebauung des ehemaligen KIM-Geländes und uns die Durchfahrung des Geländes von Mehrow nach Trappenfelde auf einer durch die Erbengemeinschaft zu erneuernden Straße ermöglichen soll. Der Zettel mit den Unterschriften der "Kriegsparteien" liegt jetzt in Eberswalde und wartet auf die Unterschrift eines höher besoldeten Staatsdieners. Aber je höher der Beamtenstuhl, desto schwerer fällt offenbar eine solche Handbewegung ... Da werden wir wohl auch im nächsten Jahr noch an der derzeitigen Umfahrung ("Walzenweg") Kröten sammeln dürfen! Nicht anders bei unserer Mühle: Die gammelt vor sich hin und wird mit dem verrotteten Dach spätestens im kommenden Winter ernstlichen Schaden nehmen, wenn nicht endlich in Frankfurt (Oder) die zuständige Richterin die Akte in die Hand nimmt und über den jegliche Aktion hindernden Rückübertragungsanspruch entscheidet. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurde über den Verkauf einer gemeindeeigenen Fläche an einen ortsansässigen Unternehmer entschieden. Dem Vernehmen nach hat die Gemeindevertretung dem Verkauf der Fläche neben der Mühle zugestimmt - zu welchen Konditionen ist nicht öffentlich bekannt, man erzählt aber, dass die doch recht günstig waren ... Die auf dem Gelände befindliche riesige Halle, die nun wahrlich nicht ins Dorfbild passt, aber jedem aus Ahrensfelde kommenden ins Auge fällt (oder besser stürzt), wird uns nun wohl noch eine Weile erhalten bleiben. Unter diesen Umständen ist nur zu hoffen, dass umgehend das Umfeld der Halle eine Verschönerung erfährt, wofür es erste erfreuliche Ansätze gibt. Wünschenswert wäre auch, dass die bisher noch vereinzelt vor der Halle und auf gegenüber liegenden Freiflächen stehenden Fahrzeug- und Anlagenteile gänzlich in der Halle und damit aus dem Blickfeld verschwinden und der "Mehrower Koloss" vielleicht sogar ein bisschen Farbe auf die Außenhaut bekommt. |
| Wegen der Schulferien in Berlin und Brandenburg fand im August keine Gemeindevertretersitzung statt. |
| Am 4.9.2003 fand hier in Mehrow die nunmehr vorletzte Gemeindevertretersitzung statt. Mit den Kommunalwahlen Ende Oktober verliert Mehrow seine Eigenständigkeit (mehr dazu unten) und wird dann folglich keine eigene Gemeindevertretung mehr haben. Der ehrenamtliche Bürgermeister, Arno Lüdke, gab einleitend folgende Informationen:
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Herr Dr. Jakobs hat in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister über den aktuellen Stand der mit der kommenden Kommunalwahl ins Haus stehenden Änderungen unseres Gemeindestatus informiert. Leider ist er offenbar der Einzige in der Gemeindevertretung, bei dem die Mitte August veröffentlichte Wahlbekanntmachung einen Aufschrei provoziert hat. Wie wir dort zwischen den Zeilen lesen können, wird es nach der nächsten Wahl Mehrow gar nicht mehr geben, nicht einmal mehr als Ortsteil der künftigen Großgemeinde. |
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Auch wenn Mehrows Ende vermutlich nicht ganz erquicklich wird, soll am Vorabend der Kommunalwahl in der Mehrower Dorfkirche und anschließend im ehemaligen Gutshaus zum Abschied eine Festveranstaltung stattfinden, die Gelegenheit bieten soll, einen Rückblick auf die vergangenen Jahre zu werfen. Die Fraktionen von CDU und Mehrower Initiative haben sich schon auf einen gemeinsamen Rückblick auf die letzte Wahlperiode verständigt, von einem Vertreter der SPD-Fraktion ist bereits vor einigen Wochen in mehreren Beiträgen über einen Spaziergang durch den Ort seine Ansicht über die Arbeit der Gemeindevertretung einfließen lassen - wir wollen beides unkommentiert lassen. |
| Die Gemeindevertretung beschloss, ungeachtet des anstehenden Verkaufs einen Fördermittelantrag für die dringend erforderliche Sanierung des Daches im ehemaligen Schloss/Gutshaus/Kulturhaus/Gemeindehaus zu stellen - wenn es zum Verkauf kommt, wird sich der Investor freuen (und hoffentlich auch honorieren), dass bereits Fördergelder beantragt wurden, wenn wir auf dem Haus sitzen bleiben, wird es die von uns aufzubringenden Kosten mindern. Gleiches trifft für die Freifläche vor der Mühle zu - auch für deren Gestaltung sollen Fördermittel beantragt werden. |
| Es wurde weiterhin beschlossen, Maßnahmen zur Aufhebung des "Aufstellungsbeschlusses Blumberger Weg 2" einzuleiten. Es handelt sich um die ehemalige Hühnerfarm im Dreieck hinter den Bebauungen von Dorfstraße und Blumberger Weg, zuletzt von der Firma "BELI" als Getränkegroßhandel benutzt. "BELI" ist vor ein paar Jahren in das Gewerbegebiet Blumberg gezogen, seitdem verkommt das ehemalige Betriebsgelände hier im Ort vollkommen. Der "BELI"-Inhaber als Eigentümer der Fläche hatte zwar vor zwei, drei Jahren im wahrsten Sinne des Wortes hoch gestellte Bebauungsabsichten für das Gelände (was wegen der geplanten Gebäudehöhen wenig Zuspruch bei den Gemeindevertretern fand) - von diesen Plänen hat man aber offenbar Abstand genommen und nun tut sich seit einiger Zeit gar nichts mehr. Da zwischenzeitlich auch die Zusicherung der Zufahrt über "Meißners Hof" von der Besitzerin des Geländes zurück gezogen wurde und die Gemeinde eine Erschließung des Geländes über den ohnehin überlasteten Blumberger Weg nicht zulässt, ist eine Rücknahme der Bebauungszusagen durch das Amt eine logische und eigentlich längst überfällige Konsequenz. Die Gemeindevertretung hat deshalb das Amt aufgefordert, nach entsprechenden Fristsetzungen die Bauleitplanung einzustellen. |
| Mehrow wird sich an dem sogenannten "Heckenprojekt" beteiligen, das an uns heran getragen wurde. Zum Hintergrund: Als Ausgleich für Flächenversiegelungen müssen ja seit einiger Zeit Bauherren und Bauträger nicht mehr Bepflanzungen auf dem eigenen Gelände vornehmen, sondern können sich "freikaufen". Das so eingespielte Geld wird für zentrale ökologische Ausgleichsmaßnahmen verwandt, so z.B. für großflächige Bepflanzungen an Orten, die dringend einer Begrünung bedürfen. Eine dieser Maßnahmen ist die Ausführung umfangreicher Heckenpflanzungen, um einerseits mehr Grün ins Land zu bringen und die Optik von Straßen und Wegen zu verbessern und andererseits der Verödung von Ackerflächen durch Erosion zu begegnen. Von den Organisatoren solcher Projekte ist nun Mehrow als möglicher Standort derartiger Pflanzungen ausgemacht worden - da uns das nichts kostet, hat die Gemeindevertretung auch umgehend zugestimmt. Angedacht sind Heckenpflanzungen entlang des Blumberger Weges und des sogenannten Kirschweges (vom Blumberger Weg zur Ahrensfelder Chaussee) sowie am geplanten Fuß-/Radweg von Mehrow nach Eiche. |
| Immer noch in der Diskussion ist die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes. Befragt nach der aktuellen Situation hat Torsten Rahlf, Gemeindevertreter und aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ausgeführt, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Feuerwehrmitglieder erheblich angestiegen ist, allein bei den Erwachsenen von 25 auf 37 Kameraden. Hinzu kommen die Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr (und nicht zu vergessen: unsere Cheerleader!). Schon jetzt reicht der Versammlungsraum kaum aus, um mit allen gleichzeitig Sitzungen und Schulungen durchzuführen. Die sanitären Einrichtungen reichen schon lange nicht mehr aus. Da demnächst auch die Gründung einer Frauen-Feuerwehrabteilung ansteht, ergeben sich spätestens dann unhaltbare Zustände bzgl. Toiletten, Duschräumen und Umkleidemöglichkeiten. Ein Dienstzimmer für den "Feuerwehrhäuptling" würde auch dringend benötigt. Das heißt, und das wurde auch einvernehmlich anerkannt, die Freiwillige Feuerwehr bedarf dringend einer baulichen Erweiterung, wenn wir sie uns auf dem jetzigen Niveau und auch als Anlaufpunkt für einen großen Teil unserer Dorfjugend erhalten wollen. Darüber nachzudenken, ob man die baulichen Erweiterungen gleich so gestaltet, dass auch der Bedarf der Allgemeinheit nach Räumlichkeiten für Versammlungen, Feiern, Freizeitgestaltung usw. abgedeckt wird, ist bestimmt nicht verkehrt. |
| Die definitiv letzte Mehrower Gemeindevertretersitzung fand am 2.10.2003 statt. Am 26.Oktober fusioniert Mehrow nicht ganz freiwillig mit Ahrensfelde und gleichzeitig, noch viel weniger freiwillig Ahrensfelde mit seinen Nachbargemeinden Eiche, Blumberg und Lindenberg zu einer neuen Großgemeinde "Ahrensfelde-Blumberg". Am Vorabend der Kommunalwahl, am 25. Oktober, wird es in der Mehrower Dorfkirche einen kleinen Festakt mit den derzeitigen Mehrower und Ahrensfelder Gemeindevertretern und weiteren geladenen Gästen geben - um mal wenigstens einen Abend "Groß-Ahrensfelde" zu feiern, bevor auch das am nächsten Tag schon vorbei ist ... Aber zurück zur letzten Mehrower Gemeindevertretersitzung: Der ehrenamtliche Bürgermeister, Arno Lüdke, gab einleitend folgende Informationen
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Hauptthema der eigentlichen Sitzung war der angedrohte Entzug der Baugenehmigung für das Gelände der ehemaligen Broilermastanlage im Ort. Dieses Gelände an der Sackgasse, das weithin durch den provisorisch aus Betonringen gefertigten Schornstein des "Hühnerkrematoriums" sichtbar ist, soll schon seit Jahren mit Einfamilienhäusern bebaut werden. Ein vor längerer Zeit in der Gemeindevertretung vorgestellter Bebauungsplan, der allerdings wegen der Dichte und Höhe der Bebauung nicht viele Freunde gefunden hat, ist längst in der Versenkung verschwunden. |
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Benedikt Eckelt (webmaster@mehrow.de)
Anmerkung: Wie immer handelt es sich hierbei um subjektive Wahrnehmungen aus der Zuschauerreihe, die unverbindlich und ohne Gewähr sind! |
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Zu vorstehendem Bericht bezüglich der eingegangenen Unterschriftenliste macht sich folgende Korrektur erforderlich: Das genannte Schreiben richtet sich ausschließlich gegen die angedachte Erweiterung der Feuerwehr und hat folgenden Wortlaut: |
| An den Gemeinderat der Gemeinde 16356 Mehrow Mehrow, den 28.09.2003 Sehr geehrte Damen und Herren, zu der Gemeinderatssitzung am 04.09.2003 wurde u.a. die Diskussion geführt, das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr zu erweitern und darüber hinaus die Nutzung zu erweitern. Die unterzeichnenden Anwohner lehnen dieses Vorhaben ab und erheben hiermit Einspruch. Mit freundlichen Grüßen ... 11 Unterschriften ... |
Herr Müller, der sich als Initiator dieses Schreibens zu erkennen gegeben und um ein klärendes Gespräch gebeten hatte, wünscht zu recht diese Richtigstellung. Im Gespäch hat er aber auch erklärt, daß er sehr wohl in voran gegangenen Beschwerden und Gesprächen mit dem Bürgermeister die Belästigung der Anlieger durch Lärm beim Aus- und Einrücken, Abgase aus der Absauganlage und vorallem das nach seiner Ansicht übermäßige Feiern und den damit verbundenen Lärm beanstandet hat. Entweder hat der Bürgermeister in seiner Information (bei der übrigens kein Name gefallen ist) die verschiedenen Vorgänge vermischt, oder (was wahrscheinlicher ist) ich habe sie nicht richtig trennen können. Für die daraus resultierende Unkorrektheit der Wiedergabe bitte ich um Entschuldigung. Der oben angefügte Kommentar bedarf als persönlicher Meinungsäußerung keiner Korrektur, in diesem, jetzt erst namhaft gewordenen Fall ist er allerdings eine Unterstellung. Herr Müller hat mir im Gespräch erklärt, daß er keinen Wert darauf legt, daß im Bedarfsfalle die Mehrower Feuerwehr zu ihm löschen kommt. Meine angestellte Vermutung, daß jeder froh wäre, wenn unsere Feuerwehr schnell anrückt und spätestens nach einem solchem Fall Belästigungen durch die Feuerwehr toleriert, war demnach falsch. Ich möchte deshalb vorstehenden Kommentar ausschließlich auf meine Person beschränken und der Freiwilligen Feuerwehr nach zwei Einsätzen, die mir bzw. meiner Familie galten (In der Weihnachtsnacht Ausbuddeln des Autos der Kinder aus einer Schneewehe und beim Sturm im Frühsommer Freiräumen der von Bäumen blockierten Straße in Eiche) ausdrücklich das Recht einräumen, Martinshorn zu benutzen, die Absauganlage einzuschalten und nach erfolgtem Einsatz zu feiern - allerdings verbunden mit der sehr herzlichen Bitte, die Feiern in Häufigkeit, Zeitdauer und Lautstärke zu begrenzen. Benedikt Eckelt / 21.10.2003 |