Unsere Webseite www.mehrow.de existiert erst seit April 2001 - darum finden Sie hier erst ab diesem Zeitpunkt Berichte über die Mehrower Gemeindevertretersitzungen.


Auf der Gemeindevertretersitzung am 5.4.2001 wurden u.a. folgende Themen behandelt:
  • Für die Dorferneuerungsplanung wurden die Fördermittel eingereicht, eine Planung für die künftige Nutzung des Gebäudes Dorfstr. 9 (Gaststätte, Bibliothek, Gemeindevorsteher-Zimmer, Mehrzweckraum für Jugendliche und Senioren) wird in Auftrag gegeben

  • Für die Betreuung der Bibliothek wird zum 1.7.2001 ein Nachfolger / eine Nachfolgerin für Jana Fischer gesucht, die wegen ihrer Lehre nicht mehr die Zeit dafür aufbringen kann.

  • Herr Thiele hat den aktuellen Planungsstand für die 675-Jahr-Feier vorgestellt:
    • Die Gruppe zur Vorbereitung der Feierlichkeiten umfasst mittlerweile 8 Personen: Frau Arlt, Frau Hein, Frau Marek, Frau Meier, Herr Klatt, Frau Raetz, Frau Dr. Unger, Herr Thiele
    • Die Festwoche beginnt am 21.Mai 2002 (auf den Tag genau 675 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung) mit einem Festgottesdienst in der Kirche
    • Die Feierlichkeiten werden vor allem von Freitag, den 24.5. bis Sonntag den 26.5.2002 stattfinden
    • Geplant ist die Aufstellung eines großen Festzeltes für 450 Personen, ein Feuerwerk, Marktstände, ein Festumzug mit historischen Kostümen, ein Frühschoppen, Tanz usw.

  • Termine:
    • Das Kinderfest wird in diesem Jahr am 9.6. stattfinden,
    • während der Brandenburgischen Seniorenwoche vom 9.-16.6.2001 wird es am Donnerstag, den 14.6. eine Veranstaltung in Mehrow geben,
    • ob es im Herbst wieder ein Entefest geben wird, steht noch nicht fest.



Auf der Gemeindevertretersitzung am 3.5.2001 wurden u.a. folgende Themen behandelt:
  • Bezüglich der anstehenden Gemeindegebietsreform hat unser Bürgermeister bereits informellen Kontakt mit Hönow gehabt. Ähnliche Gespräche finden in den nächsten Tagen mit den Gemeinden Ahrensfelde und Eiche statt.

  • Das Wappen und die Flagge von Mehrow wurden bereits vom Land Brandenburg bestätigt, nun muss nur noch das Innenministerium zustimmen

  • Der bisher zur Gaststätte gehörende Sitzungsraum gehört wieder der Gemeinde und steht u.a. auch den Jugendlichen der Gemeinde (Jugendfeuerwehr, Cheerleader-Gruppe usw.) zur Verfügung

  • Die Fläche der Bungalowsiedlung hinter der Dorfstr. 19 soll möglichst an die Bungalowbesitzer verkauft werden. Dazu müssen aber 80% zustimmen.

  • Am 25.5.2001 (ca. 17 bis 21 Uhr) wird die 2. Etappe des Radrennens "Rund um Berlin" durch Mehrow führen.

  • In den nächsten Tagen werden die Autobahnbrücken am Blumberger Weg, Krummenseer Weg und am Hönower Weg abgerissen. Umleitungen werden ausgeschildert. Ein Neubau der Brücken soll noch in diesem Jahr erfolgen.

  • In der Bürgerfragestunde hat Herr Thiele darauf hingewiesen, dass der Blumberger Weg, der gerade erst als Radwanderweg ausgewiesen wurde, neuerdings mit dem Verkehrszeichen "Verkehrsverbot für Fahrzeuge aller Art" versehen wurde und damit streng genommen dort Radfahren verboten ist. Das Amt wurde aufgefordert, statt dessen ein Gesperrt-Schild für Kraftfahrzeuge aufzustellen.



Auf der Gemeindevertretersitzung am 7.6.2001 wurden u.a. folgende Themen behandelt:
  • Der Nachtragshaushalt für 2001 wurde bestätigt - die Gemeinde greift dabei aber reichlich ins "Eingemachte" - mit ca. 161 TDM wird mehr als ein Drittel der Rücklage (453 TDM) in Anspruch genommen ...

  • Bis März nächsten Jahres besteht für Mehrow die Chance, sich freiwillig mit einer der Nachbargemeinden zusammen zu schließen, danach würde eine "Zwangsvereinigung" anstehen.
    Die Gemeindevertretung war sich darüber einig, dass nun die Fusionsgespräche forciert werden müssen, um auf die Wahl des Bräutigams und dem Ehevertrag noch Einfluss nehmen zu können. Weiteres dazu hier.

  • Die vom Festkomitee beantragten Mittel für die 675-Jahr-Feier im nächsten Jahr sind in den Haushalt eingestellt worden - Einer angemessenen Feier steht also nichts mehr im Wege!

  • Diverse Anträge bzgl. Baumaßnahmen wurden zurückgestellt, bis die Dorferneuerungsplanung vorliegt (z. B. Fußweg am Krummenseer Weg), bzw. an den Haupausschuß verwiesen, um ein Gesamtkonzept zu entwickeln (z. B. Verkehrsführung und -beruhigung am Blumberger Weg). Keine Mehrheit fand die Einschränkung der Parkmöglichkeiten vor dem Reiterhof Klopsteg.

  • Bezüglich der sanierungsbedürftigen Arztpraxis war die Mehrheit der Gemeindevertreter dafür, lieber zunächst Geld für ein Gutachten über den Bauzustand und die Sanierungsfähigkeit und -möglichkeit auszugeben, statt "auf die Schnelle" gutgemeinte, aber möglicherweise nicht hilfreiche Reparaturen zu veranlassen.

  • Einig war man sich darüber, dass schnellstmöglich die alte Fahrzeugwaage am Krummenseer Weg verschwinden soll, da das baufällige Häuschen und die nur noch teilweise abgedeckte Grube zunehmend eine Gefahr darstellen. Der Grundstückseigentümer ist schon mehrfach zum Abriss aufgefordert worden, nun soll dem Nachdruck verliehen werden.

  • Außerdem bestand Einigkeit darin, dass alsbald die ehemalige Standfläche der Müllcontainer ordentlich gepflastert werden soll.

  • Forciert werden nun auch die Verhandlungen mit der Erbengemeinschaft von Helldorf bezüglich einer Wiederherstellung der direkten Straßenverbindung von Mehrow nach Trappenfelde durch das ehemalige KIM-Gelände. Die Durchfahrt (und damit die Meidung der kurvenreichen und löchrigen Umfahrung) ist bisher dadurch verhindert, dass dem Vernehmen nach das Ende der "KIM-Straße" und die Kreuzung nach Trappenfelde auf dem Grundstück der Erbengemeinschaft liegt und die Helldorfs bisher einer öffentlichen Nutzung nicht zugestimmt haben.
  • Das Aufstellen der Verkehrszeichens "Verkehrsverbot für Fahrzeuge aller Art" (d. h. einschließlich Fahrräder !) am Blumberger Weg war kein Witz oder Versehen. Da der Landrat, der gerade erst einer Einbeziehung dieses Weges in das Rad-Wanderwegenetz zugestimmt hat (die entsprechenden Karten erscheinen im Herbst !), keine entsprechende Beschilderung veranlasst hat, musste unser Amt angeblich handeln. Ohne Beschilderung oder bei einer Beschilderung, die Radfahren erlaubt, wäre die Gemeinde weiterhin in der Fürsorgepflicht für diesen Weg geblieben.
    Also, demnächst (sobald die Autobahnbrücke wieder da ist) beim Radfahren aufpassen, ob sich nicht in einem der Schlaglöcher ein Polizeifahrzeug zwecks Verkehrskontrolle versteckt hat !



Auf der Gemeindevertretersitzung am 5.7.2001 wurden u.a. folgende Themen behandelt:
  • Mehrows Wappen und Flagge ist jetzt offiziell vom Innenministerium genehmigt. Die Fahnenweihe soll im nächsten Jahr am 25. Mai (während der Festwoche zur 675-Jahr-Feier) erfolgen.

  • Die ehemalige LPG Blumberg, die noch Rechtsträger der Mehrower Mühle und der daneben befindliche Lagerhalle ist, steht vor der Liquidation. Die Gemeinde Mehrow hätte das Vorkaufsrecht für diese Gebäude, wird dieses aber nicht geltend machen. Damit ist dem jetzigen Nutzer, der Milchviehhof Blumberg GbR, die Kaufmöglichkeit gegeben.

  • Es gibt Interessenten, die etwa die Hälfte des Landwirtschaftsbetriebes (Langhoff) zwischen Krummenseer Weg und Laake in einen 3ha-Kinderbauernhof umwandeln wollen. Das ist eine tolle Idee und lässt hoffen, dass sich der z.Zt. nicht sonderlich erfreuliche Anblick der alten Stallungen und Lagerhallen bessert. Die Fläche war übrigens mal Teil des von Robert Stock Anfang des vorigen Jahrhunderts angelegten Dorfparks und mit wertvollen, auch fremdländischen Gehölzen bestanden. Es wäre schön, wenn das Areal wieder etwas von dem zurückgewinnen würde.

  • Nichts Neues gibt es bezüglich einer Wiederherstellung der direkten Straßenverbindung von Mehrow nach Trappenfelde durch das ehemalige KIM-Gelände. Die Erbengemeinschaft Helldorf, auf deren Boden die Trappenfelder Kreuzung liegt, hat einer öffentlichen Nutzung noch immer nicht zugestimmt. Die Gemeinde wird hier wohl den Rechtsweg bestreiten müssen. Ungeachtet dessen sind im Rahmen des Programms "Ländlicher Wegebau" Fördermittel für den Ausbau des Hönower Weges beantragt worden.

  • Fördermittel sind auch für den schon lange geplanten Bolzplatz (was auch immer das ist) beantragt worden.

  • Eine Anfrage bzgl. der Einrichtung einer Baumschule auf dem Gelände der "Mehrower Alpen", das heißt auf der mittlerweile in Vergessenheit geratenen Bauschuttdeponie zwischen Mehrow und Eiche, ist von der unteren Baubehörde abschlägig beantwortet worden, da kein Erschließungsvertrag vorliegt.
    Anm. d. Red.: Als es vor etwa 8 Jahren darum ging, die an fast gleicher Stelle befindliche Obstbaumplantage abzuholzen, war man nicht so zimperlich ...
  • Abschlägig entschieden wurde vom Amt auch ein Antrag, gegen den ortsansässigen Bauunternehmer vorzugehen, der vor Jahren nördlich des Wiesenweges (wie auch in den "Mehrower Alpen") Bauschutt abgekippt hat. Da es sich nicht um öffentliches Gelände handelt und angeblich keine Gefahr von der Bauschuttdeponie ausgeht, könne man da nichts unternehmen. Schade eigentlich... Schade ist vor allem, dass der selbst in der Gemeindevertretung sitzende Urheber nicht von allein auf die Idee kommt, dass man durch Beräumen solcher Dreckecken etwas zur Attraktivität des Ortes beitragen könnte. Da offenbar keine wirksamen Druckmittel gegeben sind, sollte man wenigstens über den Vorschlag eines anderen Gemeindevertreters nachdenken, nicht weiterhin öffentliche Aufträge an einen so uneinsichtigen Unternehmer und Gemeindevertreter zu vergeben.

  • Die von Herrn Dr. Unger eingebrachten Anträge zur Auflösung des Finanz- und Bau-Ausschüsse wegen Inaktivität bzw. ständigen Fehlens von Ausschussmitgliedern hatten die Presse gleich in Doppelbesetzung zur Versammlung gelockt. So spannend war's dann aber doch nicht, zumal der Antragsteller selbst nicht anwesend war. Die Anträge gingen nach nur kurzer Diskussion durch, allerdings erst nachdem die Beschuldigten durchgesetzt hatten, dass die Begründungen aus den Antragstellungen gestrichen werden. So wurde ganz schlicht mehrheitlich beschlossen, die genannten Ausschüsse aufzulösen. Kein Grund. Basta.
    Es bleibt zu hoffen, dass Herr Bree, der in der Vergangenheit maßgeblich mit Haushaltsplan und Nachtragshaushalten befasst war, auch weiterhin diese leidvolle Aufgabe übernimmt und dass die teils dringenden Entscheidungen bzgl. Baumaßnahmen künftig im Hauptausschuss mindestens gleiche Beachtung finden wir bisher im Bauausschuss.



Eigentlich sollte während der Ferien gar keine Gemeindevertretersitzung stattfinden. Da es aber Wichtiges zu beraten gab, wurde die für Dienstag, den 21.8.2001 geplante Hauptausschuss-Sitzung kurzfristig in eine Gemeindevertretersitzung umfunktioniert. Abwohl nicht der ganze Rest in Urlaub oder entschuldigt war, fanden sich leider trotz der wichtigen Thematik nur fünf Gemeindevertreter inklusive Bürgermeister zusammen, womit aber wenigstens Beschlussfähigkeit gegeben war.

Wichtigstes Thema des öffentlichen Teils war der Fusionsvertrag. Bürgermeister Arno Lüdke hat aufbauend auf vorangegangenen Gemeindevertreterbeschlüssen und den bereits mit Ahrensfelde geführten Verhandlungen einen Vertragsentwurf vorbereitet und zur Diskussion gestellt.

Überarbeitungsbedarf ergab sich insofern, als wenige Tage zuvor aus der Presse bekannt wurde, dass auch bei einem fristgemäßem Zusammengehen bis Ende März 2002 die gewählte Gemeindevertretung bis zum Ende der Wahlperiode (Herbst 2003) im Amt bleiben und bis zu diesem Zeitpunkt die Verabschiedung und Kontrolle der Haushaltspläne durchführen kann.

Übrigens: Diese neue Perspektive hat nicht nur die Mehrower Abgeordneten aufatmen lassen, sondern sicher noch viel mehr die Ahrensfelder, denn dem Vernehmen nach wird dort bisher sehr kollegial und ohne Fraktionsgerangel zusammen gearbeitet. Da besteht bestimmt kein Interesse daran, durch den Mix bestehender Gemeindevertretungen die Mehrower Bundestagsmanieren zu importieren ...

Durch die so gewonnene "Schonfrist" sind manche ursprünglich im Vertragsentwurf enthaltene Passagen bzgl. laufender Projekte überflüssig geworden. Der Leiter des Hauptamtes, Herr Schulz, hat aber zu Recht darauf verwiesen, dass alles, was zwar wahrscheinlich, aber nicht mit Sicherheit bis zur endgültigen Fusion "in Sack und Tüten ist" (z.B. die laufende Dorferneuerungsplanung und die Modernisierung und/oder Verwertung gemeindeeigener Immobilien) unbedingt im Fusionsvertrag berücksichtigt werden sollte.

Große Einigkeit bestand bei den Gemeindevertretern darin, daß das gemeindeeigene Haus Dorfstr. 9 weiterhin in Gemeindeeigentum bleiben und der Gemeinde mit Gaststätte, Versammlungsraum, Bürgermeisterzimmer und Bibliothek zur Verfügung stehen soll. Dies wird im Fusionsvertrag ebenso festgehalten, wie der Fortbestand von Spielplatz und Festwiese. Dass auch die Freiwillige Feuerwehr im Dorf fortbestehen soll, war allen, einschließlich den Vertretern des Amtes klar. Letztere haben aber darauf verwiesen, dass es sich bei der FFW um eine Amtseinrichtung handelt, über die das Dorf keine Vereinbarungen bzgl. des Fortbestandes treffen kann, weshalb sie im Fusionsvertrag nicht berücksichtigt wird.

Eine Diskussion gab es eigentlich nur darüber, ob die Gemeinde nach der Fusion neben den voraussichtlich zwei Vertretern, die in die Ahrensfelder Gemeindevertretung gewählt werden, und dem neu zu wählenden Ortsbürgermeister auch noch einen Ortsbeirat haben soll. Das Gesetz ermöglicht es, dass eingemeindete Ortsteile einen Ortsbeirat wählen, der bei unserer Dorfgröße 3 Personen umfassen würde. Aus diesem Personenkreis würde dann der Ortsbürgermeister bestimmt. Wie der Ortsbürgermeiser hätte der Ortsbeirat aber nur beratende Funktion und kein Stimmrecht in der Gemeindevertretung.

Nach einigem Hin und Her haben sich die anwesenden Gemeindevertreter darauf geeinigt, dass ein solcher Ortsbeirat nicht erforderlich ist. (Siehe Niederbarnim-Echo der MOZ vom 23.8.2001)

Ich persönlich finde das schade, da ich keinen sehe, der in der Lage sein wird, einerseits engagiert in der gemeinsamen Gemeindevertretung mitzuarbeiten und sich andererseits um die Belange vor Ort zu kümmern und die glücklicherweise nicht völlig eingeschlafenen Aktivitäten zu koordinieren. Der künftige Ortsbürgermeister allein wird dazu kaum in der Lage sein. Zwei engagierte Mitstreiter als Gemeindebeirat, die sich sicher auch finden würden, wären da bestimmt hilfreich. Auch wenn momentan nach nur wenigen Minuten Diskussion keine Notwendigkeit dafür gesehen wird, sollte man sich doch wenigstens die Option eines Gemeindebeirates im Fusionsvertrag sichern ...

Der überarbeitete Entwurf des Fusionsvertrages wird nun nach einer einvernehmlich gewünschten Prüfung durch das Amt zwecks Bestätigung der Rechtmäßigkeit an die Kommunalaufsicht weitergeleitet und gleichzeitig der Ahrensfelder Gemeindevertretung zur Stellungnahme zugeleitet.

Ach eins noch: Im Fusionsvertrag wird zwar festgeschrieben, dass die zukünftigen Ahrensfelder Ortsteile Mehrow und Trappenfelde ihren Namen beibehalten, aber deren Verwendung kann doch sehr unterschiedlich ausfallen (siehe die Ortschilder oben). Vielleicht sollte auch diesbezüglich vor der Fusion eine Vereinbarung getroffen werden ... Was meinen Sie dazu ? Schreiben Sie Ihre Meinung an webmaster@mehrow.de



Auf der Gemeindevertretersitzung am 6.9.2001 wurden u.a. folgende Themen behandelt:

  • Der Vertrag über die bevorstehende Fusion mit Ahrensfelde ist fertig und wurde von der Gemeindevertretung verabschiedet. Er liegt sowohl der Gemeinde Ahrensfelde, als auch den übergeordneten Behörden zur Prüfung vor.
    (Vor einiger Zeit hatten wir hier schon einmal ein paar Gedanken zum Fusionsvertrag veröffentlicht.)

  • Im Fusionsvertrag ist u.a. festgehalten, dass sowohl Mehrow, als auch Trappenfelde ihre Ortsnamen beibehalten und dass die Beschilderung "Mehrow, Gemeinde Ahrensfelde" bzw. "Mehrow, OT Trappenfelde, Gemeinde Ahrensfelde" lauten wird.

  • Auf die vom Ordnungsamt eingeleiteten Umfrage bzgl. der von einigen Anliegern geforderten verkehrsberuhigenden Maßnahmen im Wohngebiet "Blumberger Weg" haben 13 der insgesamt ca. 30 Anlieger geantwortet. Von diesen 13 Anliegern haben sich nur 3 für eine Einbahnstraßenregelung für die Straßen "An der Schmiede" und "Wiesenweg" und nur 2 für ein Parkverbot in diesem Bereich ausgesprochen. Diese Vorschläge sind damit vom Tisch. Das Ordnungsamt prüft jetzt, angeregt durch Herrn Fischer, ob das Aufstellen des Verkehrszeichens "Verkehrsberuhigte Zone" eine Verbesserung der derzeitigen Fahr- und Park-Situation bewirken kann.

  • Herr Dr. Jakobs wusste zu berichten, dass der in Entwicklung befindliche Nahverkehrsplan eine "bessere Verbindung der Berlin-nahen Gemeinden und eine Verbesserung des Kreisgrenzen überschreitenden Verkehrs" bringen soll und dadurch ganz wage Hoffnung gegeben ist, dass Mehrow in absehbarer Zeit eine bessere Busanbindung nach Hönow und/oder Ahrensfelde bekommen könnte.

  • Befragt nach einer Weiterführung des Radweges von Hönow über Mehrow nach Ahrensfelde konnte Frau Schaaf vom Bauamt mitteilen, dass dies beantragt und geplant ist, allerdings in der Prioritätenliste des Kreises "auf einem hinteren Listenplatz" rangiert.

  • Die Gemeindevertreter haben einstimmig beschlossen, in den kommenden zwei Jahren Mittel für die Erstellung einer Ortschronik einzuplanen, die zeitgleich mit der praktischen Eingliederung Mehrows in die Gemeinde Ahrensfelde vorliegen soll. Die vorgesehenen Mittel sollen vorallem die anfallenden Fahrt-, Kopier-, Porto- und sonstigen Sachkosten abdecken und in begrenztem Umfang eine Entschädigung für den unmittelbaren Rechercheaufwand in Archiven ermöglichen.



Thema der Gemeindevertretersitzung am 4.10.2001 war der Haushalt 2002, der von Frau Unnewehr (Amt Ahrensfelde/Blumberg) gut vorbereitet wurde und ohne große Diskussion und mit nur geringen Änderungen durchgegangen ist. Auf Details soll hier verzichtet werden, da diese sicher in Kürze im Amtsblatt nachzulesen sein werden.

Insgesamt weist der (übrigens erstmals in Euro ausgewiesene) Haushalt ein Defizit von 22.000 € aus - bei einer Rücklage von ca. 200.000 € durchaus vertretbar. Es ist allerdings anzumerken, dass den in vielen Einzelpositionen von zum Teil wenigen hundert Euro ausgewiesenen Ausgaben geplante Einnahmen durch Immobilienverkäufe im Hunderttausender Bereich gegenüber stehen. Da bei solchen Verkäufen viel daneben gegen kann, ist das ganze Ding eine Rechnung mit ziemlich vielen Unbekannten ...



Breiten Raum nahm bei der Gemeindevertretersitzung am 1.11.2001 der Bericht des Bürgermeisters ein. Herr Lüdke gab u.a. folgende Informationen:
  • Das Protokoll des Festkomitees vom 5.9. liegt vor. Herr Thiele wird bei der Sitzung im Dezember einen Bericht über die Vorbereitung der 675-Jahr-Feier abgeben.
  • Die Beschlüsse zur Gemeindegebietsreform wurde von beiden Gemeindevertretungen (Mehrow und Ahrensfelde) anerkannt, die Kommunalaufsicht hat bereits zugestimmt. Am 13.1.2001 wird der erforderliche Volksentscheid stattfinden.
  • Der Regionalpark Barnim bittet um Unterstützung für touristische Maßnahmen
  • Der Altlandsberger Weg soll als Kreisstraße eingestuft werden
  • Die Regierungen von Berlin und Brandenburg haben sich darauf verständigt, dass künftig ein länderübergreifender Schulbesuch möglich ist
  • Die Grünflächenpflege wird neu ausgeschrieben
  • Bzgl. der Dorfstr. 6 (Schule) werden gegenwärtig Verkaufsgespräche geführt
  • Die NCC Deutsche Bau GmbH will die Fläche Dorfstraße 16 bebauen. Sie war zur Gemeindevertretersitzung eingeladen, ist aber nicht erschienen. Sie wird nun am 20.11. zur Hauptausschuss-Sitzung erwartet.
  • Das Thema "Außenbereichssatzung" soll noch einmal angegangen werden. Lt. Frau Schaaf (Amt Ahrensfelde/Blumberg) ist Mehrow die einzige Gemeinde im Amtsgebiet, die noch keinen Flächennutzungsplan hat.
  • Am Vortag hat der Sturm am Blumberger Weg einen Baum umgeworfen. Dabei ist ein Auto beschädigt und eine angeblich stromlose Freileitung heruntergerissen worden. Wie die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr jedoch feststellen mussten, war die Freileitung nicht, wie von der e.dis ausgewiesen, stromlos - sie hüpfte munter funkenschlagend durch das nasse Gras ...
    Lt. Herrn Hein hat Herr Steinhäuser, an dessen Grundstücksgrenze der Baum stand und dessen Zaun beschädigt wurde, bereits im Juli gemeldet, dass dieser sehr wackelig steht. Das Amt hat nach Auskunft von Frau Schaaf ordnungsgemäß reagiert, aber die Mühlen mahlen halt nicht so schnell ...

Das zweite, den Abend bestimmende Thema war der Ausbau und die Wiederfreigabe der Trappenfelder Straße durch die Erbengemeinschaft Helldorff. Die Erbengemeinschaft hat bekanntermaßen einen Teil des ehemaligen KIM-Geländes als Eigentum zurück erhalten und will dieses für Wohn- und Gewerbezwecke erschließen. Die durch das Gelände führende Straße gehört zwar bis auf das letzte Stück in Trappenfelde nicht zum Grundstück der Helldorff-Erben. ist aber lt. Bebauungsplan von denen auszubauen. Um für die Planung und Durchführung der Erschließungsarbeiten Freiraum zu schaffen, ist seinerzeit von der Gemeinde einer Absperrung der Straße zugestimmt worden - mit der Folge, dass seit dem der löchrige und gefahrenträchtige "Walzenweg" als Umfahrung genutzt werden muss.

Der Gemeindevertretung und insbesondere dem Bürgermeister ist es nunmehr leid, sich von der Erbengemeinschaft permanent vertrösten zu lassen und ständige Mehrkosten (z.B. für das "Kröten-über-die Straße-Tragen"), Ärger mit dem Busunternehmen und ein erhöhtes Haftungsrisiko durch den schlechten Straßenzustand in Kauf zu nehmen, nur weil die Erbengemeinschaft nicht "zu Potte kommt".

Letztere war im September auf einer Beratung im Amt aufgefordert worden, nunmehr endlich brauchbare Planungsunterlagen einzureichen. Aber mehr als eine Lageskizze und ein paar fragwürdige technische Daten der zu bauenden Straße kam nicht 'rüber. Die Erbengemeinschaft ist nunmehr ultimativ aufgefordert worden, bis zum Jahresende verwertbare Planungsunterlagen einzureichen und eine durchgängige Benutzung der Straße zu ermöglichen.




Am Nikolaustag (6.12.2001) gab's zur Überraschung eine sehr kurze Gemeindevertreter-sitzung. Obwohl es eine Menge an Informationen gab, konnte "das gemeine Volk" bereits nach einer Stunde entlassen werden (Ende des öffentlichen Teils) und eine viertel Stunde später war auch der nicht-öffentliche Teil vorüber.

Es ist eh' merkwürdig: Seit nicht mehr alle Gemeindevertreter zur Sitzung kommen, ist diese immer so schnell vorüber. Und bei weitem nicht mehr so spannend, weshalb auch schon seit einigen Monaten keine Presse mehr vertreten war - es gab Zeiten, da belegten die Presse-Leute einen ganzen Tisch im Saal. Eigentlich ist es mal wieder Zeit für einen richtigen Skandal oder eine deftige Enthüllung nebst Dienstaufsichtsbeschwerde (die denn aber erfahrungsgemäß doch nichts bewirkt ...)!

Da es wie gesagt in letzter Zeit gar nicht richtig spannend zuging, blieb auch der Bericht über die November-Sitzung aus. Der ist jetzt der Vollständigkeit halber nachgeholt worden und gleich im Archiv gelandet. Der Bürgermeister gab diesmal eine Auflistung dessen, was in den verbleibenden zwei Jahren der (letzten) Legislaturperiode an Aufgaben für die Gemeindevertretung ansteht:

Übrigens: Eine (wie wir hoffen nicht die endgültige) grün-gelbe Fahne mit dem Mehrower Wappen hing bereits im Sitzungsraum aus. Ein wahrlich "dünnes Fähnchen" - als Schlüpfer gern gesehen, aber für eine Ortsfahne doch etwas dürftig ...

  • Verkauf Dorfstraße 6, 19, 22, 23: Eine Immobiliengruppe hat mittlerweile Interesse bekundet, die Zusicherung an die Bewohner, bis zum 31.3.2002 keine Entscheidung zu treffen (um kaufwilligen Mietern die Kreditbeschaffung zu ermöglichen), bleibt aber bestehen

  • Sanierung Dorfstraße 8 (Arztpraxis), Nutzungskonzept Dorfstraße 9,
    Bebauung Dorfstraße 16 (Investor steht bereit)

  • Verkauf der Bungalowsiedlung im Dorf an die Nutzer. Diese wollen kaufen, aber die Bodenverwertungsgesellschaft hat Widerspruch eingelegt

  • Die Außenbereichssatzung ist weiter zu verfolgen. Zielstellung: An der Trappenfelder Straße sollen zwar vorhandene Grundstücke mit zusätzlichen Häusern (giebelseitige Fachwerkbauten mit einheitlicher Firsthöhe) bebaut werden dürfen, neue Baugrundstücke sollen aber nicht ausgewiesen werden.

  • Die durchgehende Nutzung der Trappenfelder Straße muss umgehend ermöglicht werden, erforderlichenfalls ist ein Enteignungsverfahren gegen die Helldorf-Erben einzuleiten.

  • Bzgl. der Dorferneuerungsplanung soll die Fa. Langhoff GbR endlich ein Nutzungskonzept vorlegen. Von dem mal angedachten Kinderbauernhof spricht schon keiner mehr ...

  • Der Fußweg um den Dorfteich soll weitergeführt werden.

  • Die Verkehrsanbindung nach Berlin soll endlich verbessert werden. Ein erstes Angebot der Busverkehrsgesellschaft, für 60 TDM im Jahr auch Mehrow anzufahren, musste abgelehnt werden. Jetzt ist vom Land eine Privatfirma mit der Kalkulation beauftragt worden, die u.a. an einem Konzept für Mehrow arbeitet. Ein erster Überschlag hat für täglich 10 Busse von Hönow nach Mehrow Kosten von jährlich 30 TDM ergeben, wovon das Land die Hälfte tragen würden. Den Rest, 15 TDM oder 7.500 Euro, wäre die Gemeinde bereit zu tragen. Dafür müsste aber vermutlich der Bus nach Ahrensfelde entfallen ...

Im Verlauf der Sitzung hat der Vorsitzende des Festkomitees, Bernd Thiele, einen Bericht über die Vorbereitung der 675-Jahr-Feier gegeben. Demnach kommen die Planungen in den einzelnen Gruppen gut voran. Anfang des Jahres wird die Feinplanung der einzelnen Veranstaltungen beginnen können. Wir werden Sie darüber auf dem laufenden halten. Es sind übrigens nochmals alle Mehrower herzlich eingeladen, sich an der Vorbereitung und Durchführung des Festumzuges zu beteiligen.


Benedikt Eckelt (webmaster@mehrow.de)

Anmerkung: Wie immer handelt es sich hierbei um subjektive Wahrnehmungen aus der Zuschauerreihe, die unverbindlich und ohne Gewähr sind!